Mutter schockiert über Fahrerflucht:

"So habe ich meinen Sohn noch nie erlebt"

Ein Siebenjähriger wurde am Donnerstag von einem Auto gestreift. Statt sich um den verwirrten Jungen zu kümmern, flüchtete der Fahrer. Nun gibt es eine Spur zu dem Täter.

Nun liegt es in den Händen der Polizei, was mit dem Fahrer passiert, der Fahrerflucht begangen hatte.
Marcus Führer Was mit dem Fahrer passiert, liegt nun in den Händen der Polizei. Die Mutter hat den Mann bereits angezeigt.

Wenn Nancy Deichens Sohn von der Schule kommt, zieht er normalerweise Jacke und Schuhe aus, begrüßt seine Mutter und zeigt ihr wenig später das Hausaufgabenheft. Nicht so am Donnerstag. Er war still und machte auf sie einen verwirrten Eindruck. „So habe ich meinen Sohn noch nie erlebt“, sagt sie. Er verschwand daraufhin wortlos in sein Zimmer und kam nicht mehr wieder. „Als ich nach ihm schauen wollte, lag er im Bett und schlief. Das tut er sonst nie um diese Zeit.“

Junge reagierte nicht auf die Zurufe der Zeugen

Wie sie später erfuhr, wurde ihr Sohn von einem Auto angefahren. Und als sei das nicht schon schlimm genug, war der Fahrer einfach davongefahren. „Wie kann man so etwas tun?“ fragt sich die Mutter. Besorgt informierte sie die Polizei, erstattete Anzeige und startete über ihre private Facebookseite einen Aufruf. Mit Erfolg. Wenige Minuten später hatte sie genaue Informationen über den Tathergang, das Kennzeichen des Fahrers und drei Zeugen. „Wie ich dann erfahren habe, war mein Sohn total verwirrt und ist einfach davongelaufen.“ Auf jegliche Zurufe der Zeugen habe er nicht reagiert, berichtet sie weiter. Der Autofahrer habe sogar noch mit ihrem Sohn gesprochen. Er soll „geh schnell weiter“ gesagt haben.  

Neben dem Schock kam der Siebenjährige mit einer Platzwunde im Mund und roten Wangen davon. In den nächsten Tagen steht er noch unter ärztlicher Beobachtung und darf nicht in die Schule.

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