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SPD gibt "4 + 2" vor

Die Demminer Sozialdemokraten wollen bei den Kommunalwahlen heraus aus ihrem gegenwärtigen Tief. Noch aber mangelt es am Personal.

Reinhardt Friedrichs
Georg Wagner Reinhardt Friedrichs

Wenn am 25. Mai 2014 die neuen Stadt- und Gemeindevertretungen gewählt werden, will die SPD im Demminer Rathaus zulegen. Mindestens sechs statt der bislang vier Mandate sollen von Sozialdemokraten besetzt werden. Dieses Ziel gaben jetzt Wolfgang Holst vom Demminer SPD-Ortsverein und Stadtvertreter Reinhardt Friedrichs aus. Letzterer ist zwar kein Parteimitglied, gehört aber der SPD-Fraktion an und fühlt sich der Sozialdemokratie eng verbunden. Er erwartet am 25. Mai für Demmin einen spannenden Wahlsonntag. Zum einen weil mit den Freien Wählern eine neue Kraft hinzu kommt und zum anderen, weil die Frage sei, wie viele der bisherigen CDU-Stadtvertreter wieder kandidieren werden. Von dieser Konstellation könnte nach Friedrichs Einschätzung die SPD profitieren: "Wenn wir 15 Kandidaten gewinnen, sehe ich für sie gute Chancen."

Doch gerade daran hapert es bisher, die Listenplätze sind längst nicht alle besetzt. Einige feste Zusagen habe man indes, sagt Wolfgang Holst. Das sind nach seiner Auskunft die bisherigen Stadtvertreter Roland Thoms, Reinhardt Friedrichs, Uwe Steinbrenner und Rainer Tietböhl sowie Siegmund Boes, Norbert Heinrich, Norbert Lanin, Guido Fröschke, Antje Knuth und Oliver Gaßner. Um auch die übrigen Plätze auf der offenen Liste zu besetzen, will der Ortsverein unter anderem Ende Januar eine öffentliche Veranstaltung organisieren. Dabei lege man großen Wert darauf, dass sich auch Jüngere kommunalpolitisch engagieren, so Reinhardt Friedrichs und Wolfgang Holst.

Holst selbst kann in Demmin nicht zur Wahl antreten, weil er in Verchen wohnt. Die Politik im Rathaus der Hansestadt aber verfolgt er aufmerksam und er engagiert sich innerhalb des Ortsvereins. Dabei sieht er auch Versäumnisse, die in der Vergangenheit die SPD geschwächt haben könnten. Eine vielleicht nicht ausreichende Öffentlichkeitsarbeit rechnet er dazu, mangelnde Vermittlung dessen, was die Sozialdemokratie erreicht habe. In Zukunft werde man verstärkt das Gespräch mit den Bürger suchen.