Streit um Hallenzeiten:

Sportvereine besorgt: Wohin zum Training?

Der bevorstehende Umbau der alten Friesenhalle konnte in der Sportstadt Demmin nicht ohne Folgen bleiben: Für viele Vereine ist sie Trainings- und Wettkampfstätte. Wo sollen sie nun hin?

Der Foyer-Anbau der Friesenhalle muss für den Umbau abgerissen werden, im April soll das losgehen. Wie die wichtigste Sportstätte der Hansestadt in den nächsten Monaten nutzbar ist, besorgt derzeit viele Vereine.
Carsten Büttner Der Foyer-Anbau der Friesenhalle muss für den Umbau abgerissen werden, im April soll das losgehen. Wie die wichtigste Sportstätte der Hansestadt in den nächsten Monaten nutzbar ist, besorgt derzeit viele Vereine.

In vielen Demminer Sportvereinen, aber auch in Gruppen wie den Jagdhornbläsern oder der IG Jugendweihe, blickt man verunsichert auf die nächsten Monate. Zum Umbau der Friesenhalle in eine moderne Wettkampf-Arena haben die meisten applaudiert, doch nun drohen die Bauarbeiten den Trainingskalender über den Haufen zu werfen.

Amtsleiter Ronny Szabo sowie sein Kollege, Stadtbauamtschef Dietmar Schmidt, stellten sich am Mittwochabend an einem vollbesetzten Tisch im Rathaussaal den Fragen aus den Vereinen. "Wir gehen aktuell vom 18. April als Baustart aus, das heißt, an dem Tag beginnt der Abriss des Foyers", so Dietmar Schmidt zum Planungsstand. Zur für alle Nutzungspläne folgenschwersten Rohbauphase konnte er allerdings wenig Verbindliches sagen: Die Auftragsvergabe läuft noch. "Wenn alles optimal läuft, kann der Rohbau Ende Mai beginnen und würde dann bis voraussichtlich Februar 2017 dauern."

Ronny Szabo ließ Anmeldebögen verteilen, in die die Vereine jetzt ihre gewünschten Sport- und Trainingszeiten eintragen sollen. "Wenn wir den genauen Bedarf sehen, werden wir versuchen, daraus Kompromisslösung zu bauen. Wir müssen da nun durch, das geht nur, wenn alle an einem Strang ziehen"