Regionalmuseum Demmin e.V:

Spurensuche nach einer "vergessenen" Malerin

Mit einem breit gefächerten Ausstellungsprojekt wollen der neue Trägerverein Regionalmuseum Demmin e.V. in Zusammenarbeit mit mehreren Partnern an eine der großen, lange Zeit "vergessenen" Künstlerinnen Pommerns erinnern.

Der Titel ist Programm: "Die Malerin Ilse von Heyden-Linden und ihre Orte in der Region. Eine Spurensuche." Im Rahmen der Ausstellung sollen zum einen Werke der Impressionistin aus dem Besitz der Hansestadt und dem Kreisheimatmuseum sowie aus Privatbesitz der Region gezeigt werden (27. Juni bis 16. August im Westflügel der Burg Klempenow, vom 3. Juli bis zum 16. August im Kreisheimatmuseum). Zum anderen nimmt das Projekt Orte in der Region in den Blick, die im Leben und Werk der Malerin eine Rolle spielten. Gehmkow und Demmin als Heimat-, Wohn-, und Arbeitsorte etwa. Daneben solche, die Bezüge zu ihrem Leben und ihrer Familie ausweisen wie Philippshof, Lindenhof, Tützpatz und Griebenow.

Eine dritte Säule bildet der Verweis auf Ausbildungsstätten und Ausstellungen in Berlin, Paris und Stettin - Orte, die zu maßgeblichen Bezugspunkten für die Malerin wurden. Insofern sei dies keine Kunstausstellung im engeren Sinne, sondern eine historische, interessiert am aktuellen Umgang mit der Künstlerin vor Ort, sagt Hans Clemens, Vorsitzender des Trägervereins Regionalmuseum und maßgeblicher Mitinitiator des Projekts. "Die Ausstellung will die Leute in der engeren Region erreichen, aber auch Touristen mit Entdeckerlust ansprechen."

Ilse von Heyden-Linden gehörte zu den traditionsorientierten Malerinnen in Pommern. Sie nahm Einflüsse des Impressionismus auf und hinterließ ein eigenständiges Werk. Ein Thema ihrer Bilder war die untergehende Welt der Landgüter im frühen 20. Jahrhundert. Teile ihres Werkes befinden sich heute im Kreisheimatmuseum und im Pommerschen Landesmuseum in Greifswald. Die Ausstellung, so Hans Clemens, verstehe sich für Einheimische als Angebot, eine lange vergessene Künstlerin und Orte, die für sie Heimat waren, mit ihrer Region heute zu verknüpfen.

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