Krautziehplatz bei Demmin:

Umweltamt baut umstrittenes Bollwerk an der Trebel

Nun kommt er doch, der umstrittene Krautziehplatz an der Trebel bei Nossendorf. Die Gemeindevertreter haben dem Verlangen des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt jetzt nachgegeben. Allerdings mit Auflagen und Bedingungen.

Einen kleinen Rastplatz haben sich die Nossendorfer an der Trebel geschaffen. Jetzt soll am Ufer eine massive Stahlspundwand gebaut werden. Die Nossendorfer stellen aber Bedingungen.
Gudrun Herzberg Einen kleinen Rastplatz haben sich die Nossendorfer an der Trebel geschaffen. Jetzt soll am Ufer eine massive Stahlspundwand gebaut werden. Die Nossendorfer stellen aber Bedingungen.

Er darf nun doch gebaut werden, der sogenannte Krautziehplatz an der Trebel bei Nossendorf. Noch vor einigen Monaten waren die Gemeindevertreter strikt dagegen. Ein Bollwerk aus Stahlspund-Elementen neben ihrer lauschigen Badestelle? Nein danke. Ausgerechnet eine Naturbehörde, das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) will bei Nossendorf am Trebelufer diesen Krautziehplatz bauen.

Denn die Trebel müsse nun einmal entkrautet werden, und dafür brauche es sichere Umschlagplätze, heißt es aus dem StALU. Bei der jüngsten Gemeindevertretersitzung am Dienstagabend trafen die Abgeordneten die Entscheidung. Mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung haben sie sich für das Projekt an der Trebel entschieden.

Liste mit Bedingungen

Aber die Gemeindevertreter stellten eine Liste mit Bedingungen auf, die das StALU unbedingt einhalten soll. "Schließlich darf das StALU unseren Gemeindeweg zum Ufer nutzen", so der Bürgermeister. Die Nossendorfer wollen am Bollwerk eine Badeleiter, Anbindungsmöglichkeiten für Boote und Ausstiegsmöglichkeiten für Kanufahrer, eine Slipschräge und einen Rettungsring am Bollwerk. Dann könnten die Nossendorfer ihr Idyll für die Erholung nutzen und Touristen könnten hier ihre Boote festmachen.

Die Gemeinde erhalte damit sozusagen einen Wasserwanderrastplatz an ihrer Badestelle, gebaut vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt. Ein Kompromiss, der auch den Einwohnern der Gemeinde zugute kommt. Als Ausgleichsmaßnahme für den Bau soll es zudem Bepflanzungen vor Ort geben, wünschen sich die Nossendorfer.

Damit auch alle Forderungen der Gemeinde vom StALU eingehalten werden, besteht die Gemeindevertretung darauf, zu den örtlichen Bauberatungen eingeladen zu werden.

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