Winterdienst:

Startklar: Demminer Land im Winter-Modus

Berge von Streusalz liegen schon bereit. Die Schneezäune sind aufgebaut, die Räum- und Streufahrzeuge müssen zum Wintercheck.Väterchen Frost kann kommen. Aber der November zeigt sich noch von der milden Seite.

Hannes Penndorf (links) und Jürgen Matzke von der Demminer Straßenmeisterei bauen bei Sternfeld die Schneezäune auf. Hier weht es im Winter besonders stark.
Gudrun Herzberg Hannes Penndorf (links) und Jürgen Matzke von der Demminer Straßenmeisterei bauen bei Sternfeld die Schneezäune auf. Hier weht es im Winter besonders stark.

 „Wir bauen gerade die Schneezäune auf, obwohl so richtig an Winter mag noch keiner denken. Aber wir sind darauf vorbereitet“, sagt Danilo Juhnke, Leiter der Straßenmeisterei Demmin des Straßenbauamtes Güstrow. Auf der B 194 zwischen Lindenfelde und Demmin, bei Pentz bis zum Grammentiner Wald und vor Sternfeld stehen die Schneezäune schon. „Dort weht es immer besonders, aber wir mussten mit dem Aufbauen natürlich auch noch warten. Denn die Landwirte haben gerade erst den Mais abgeerntet und die Felder werden jetzt gepflügt“, so Juhnke.

Ab Mitte Oktober wird mit dem Aufbauen der Schneezäune schon begonnen. „In manchen Jahren hatten wir schon Anfang November den ersten Wintereinbruch. In diesem Jahr ist uns das Wetter noch gut gesonnen, aber es war ja auch bis zum April kalt“, meint der Straßenmeister.

Auch das Streusalzlager auf dem Hof der Demminer Straßenmeisterei ist schon gefüllt. „100 Tonnen Streusalz haben wir vom letzten Winter übrig behalten, und jetzt wurden noch 250 Tonnen zugefahren. Das reicht erst einmal für den Anfang, aber es kommt noch mehr“, meint Danilo Juhnke.

Inzwischen wurde die Winterdiensttechnik gecheckt, alles ist in Ordnung, die vier eigenen Fahrzeuge gingen durch den TÜV, dann kommen noch zwei Streufahrzeuge von Fremdfirmen dazu. Auch Landwirte in der Region helfen beim Schneeschieben. Immerhin hat die Straßenmeisterei 120 Kilometer Landes- und 85 Kilometer Bundesstraßen zu beräumen, hinzu kommen noch die begleitenden Radwege. „Das sind in diesem Jahr etwa 45 Kilometer, denn der neue Radweg von Demmin nach Rustow kommt hinzu“, sagt Danilo Juhnke.

Da in den ersten Novembertagen noch Plusgrade herrschen, werden jetzt noch die Gräben an den Straßen gemäht. „Das sind besonders die Nebenanlagen und Böschungen, diesen Bereich haben wir im Sommer gar nicht geschafft“, meint er. Wenn dann der Frost kommt, fahren die Mitarbeiter ab morgens um 3 Uhr raus, überprüfen mit einer Wärmekamera die Fahrbahntemperatur, bevor gestreut wird.

Verständnisvolle Fahrer gewünscht

Wenn es dann noch kälter wird, werden die Straßen nass und rutschig, besondere Gefahr für Autofahrer droht dann in Kurven, in Waldbereichen und auf Brücken. „Unsere Männer sind präsent, wenn es friert und schneit. Bei viel Schnee wird erst geräumt, und später gestreut. Nur Streusalz kann auf Schnee für die Autofahrer zur Gefahr werden“, erklärt Danilo Juhnke.

Auch die Männer der Kreisstraßenmeisterei rüsten jetzt die Fahrzeuge für die kommende Wintersaison. Die Demminer haben 998 Kilometer Kreisstraßen von Schnee und Eis zu räumen. Man wünsche sich verständnisvolle Autofahrer, denn die Räumfahrzeuge können nicht überall zugleich sein, meint Danilo Juhnke.