Zu lang auf Flugplatz gefeiert:

Strafe für "Moni" hat nichts mit Rache zu tun

Das Fest ist schon lange vorbei, der Kater will sich aber einfach nicht vom Tutower Flugplatzgelände schleichen. Denn Zeit und Lautstärke wurden bei dem Festival "Monis Rache" überschritten. Die Zeche dafür müssen die Veranstalter jetzt zahlen.

Laute Musik gehört zu einem Festival dazu. Allerdings gelten auch bei solchen Veranstaltungen Regeln, die die Organisatoren von "Monis Rache" in Tutow diesmal nicht eingehalten hatten.
Ulrike Rosenstädt Laute Musik gehört zu einem Festival dazu. Allerdings gelten auch bei solchen Veranstaltungen Regeln, die die Organisatoren von "Monis Rache" in Tutow diesmal nicht eingehalten hatten.

Das Festival "Monis Rache" wurde im zurückliegenden Sommer auf dem ehemaligen Tutower Flugplatzgelände veranstaltet. Geplant und genehmigt waren die Monis-Rache-Aktivitäten von Freitagabend bis Sonntagvormittag. "Allerdings haben die Veranstalter am Sonntag bis 23 Uhr einfach weiter gemacht, sind damit weit übers Ziel hinaus geschossen. Verständlich, dass sich die Anwohner, zu denen der Wind die laute Musik getragen hatte, darüber beschwert haben", sagte jetzt Rainer Hardt, Leiter des zuständigen Ordnungsamtes des Amtes Jarmen/Tutow.

"Wir haben den Kontakt zu den Veranstaltern aufgenommen. Nach einem Schriftwechsel kam es bei uns im Amt zu einem persönlichen Gespräch. Das verlief vernünftig, änderte allerdings nichts daran, dass die Verantwortlichen eine, den Richtlinien entsprechende, Strafe zahlen müssen.", sagte Rainer Hardt. Eine Geldstrafe in Höhe von 300 Euro ist nun fällig.

Alles in Einklang bringen

Rainer Hardt ist davon überzeugt, dass der Denkzettel durchaus seine Wirkung zeigen und es bei einer Neuauflage von "Monis Rache" im Sommer 2017 zu keinerlei Grenzüberschreitungen kommen wird. "Wir haben uns auf Augenhöhe unterhalten, wollen uns auch künftig genau dort wieder begegnen", sagte ein besonnener Jarmener Ordnungsamtsleiter, der offensichtlich sehr daran interessiert ist, alle Interessen und Anliegen möglichst in Einklang zu bringen.

"Ganz klar ist das in unserem Sinne, denn wir wollen tatsächlich 2017 mit dem Festival wieder nach Tutow kommen", sagte Florian Mez, einer der beiden Veranstalter des Festivals. Es habe einige Missverständnisse gegeben. "Die Crew, die immerhin aus 80 bis 100 Leuten bestand, hat tatsächlich beim Aufräumen noch einmal laut Musik angeschaltet und eine Abschiedsparty gefeiert. Es war nicht in Ordnung, dass wir nicht früher eingeschritten sind.", sagte Florian Mez.

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