Chefin schuldig gesprochen:

Strafe für nicht gezahlten Mindestlohn

In der Baubranche gibt es schon länger einen Mindestlohn. Weil sich eine Geschäftsführerin aus der Region Demmin nicht daran gehalten hat, saß sie jetzt vor Gericht und muss eine hohe Geldbuße zahlen.

63 000 Euro zu wenig soll die Geschäftsführerin ihren Angestellten gezahlt haben.
Frank Rumpenhorst 63 000 Euro zu wenig soll die Geschäftsführerin ihren Angestellten gezahlt haben.

Vor dem Amtsgericht Demmin musste sich die Geschäftsführerin eines Landschafts- und Gartenbaubetriebes aus der Region Demmin verantworten, weil sie ihren Arbeitnehmern keinen Mindestlohn gezahlt und entsprechende Beiträge zur Sozialversicherung vorenthalten hat. 36 Straftaten wurden ihr zur Last gelegt. Sie soll von Januar 2011 bis Dezember 2013 die Arbeit ihrer Angestellten nicht nach dem Bundesrahmentarifvertrag im Baugewerbe vergütet haben. Über 63 000 Euro zu wenig hat sie bezahlt.

Die Angeklagte war sich indes keiner Schuld bewusst. Ihr Unternehmen sei ein Mischbetrieb. "Wir machen keinen klassischen Tiefbau", rechtfertigte sie sich. Sie sei von den ortsüblichen Tarifen ausgegangen. Inzwischen würde sie ihren Leuten aber mehr zahlen, so dass sich das mit der Baubranche deckt. Die Angeklagte muss eine hohen Geldbuße, 3000 Euro, an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen.

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