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Techno-Party sorgt für geteilte Meinungen

Open-Air-Konzert vor dem Herrenhaus von Haus Demmin: Das war einmalig, soll es aber nicht bleiben. Hunderte junge Leute kamen, um den Technoklängen mit viel Lichteffekten zu lauschen und Party zu machen. Die Anwohner waren wenig begeistert.

Das alte Herrenhaus von Haus Demmin angestrahlt, erklangen hier zum ersten Mal harte Töne bei einer Technoparty.
Gudrun Herzberg Das alte Herrenhaus von Haus Demmin angestrahlt, erklangen hier zum ersten Mal harte Töne bei einer Technoparty.

Technoklänge vor der altehrwürdigen Ruine von Haus Demmin – das hat es noch nicht gegeben. „Das ist einfach genial, dass man so etwas endlich hier auf die Beine gestellt hat. Ich bin begeistert. Einfach mal Party machen und dann die coole Musik“, sagt ein Besucher der Technoparty bei Haus Demmin.

Klare Sache: Den Teilnehmern gefiel's. Ein Gelände von etwa 500 Quadratmetern direkt vor der Ruine des Herrenhauses war eingezäunt worden, Stromaggregate aufgestellt, in Liegestühlen konnte man genauso die Musik genießen wie direkt vor dem DJ-Pult. Das Herrenhaus wurde mit Lichteffekten angestrahlt. Eine coole Stimmung. „So etwas könnte es für Demmin öfter geben, es ist einfach noch zu wenig für junge Leute im Angebot“, sagt eine Besucherin, die mit ihren Freundinnen gekommen war.

Anzeigen gegen Besucher

Die Anwohner reagierten weniger begeistert: Wie es von der Polizei hieß, gab es in der Nacht etliche Beschwerden wegen Lärmbelästigung. „Gegen 3 Uhr Sonnabend Früh kamen die ersten Anrufe bei der Polizei an. Ob aus der Pompestraße oder der Beethovenstraße, den Bewohnern war es dann doch zu laut“, erklärte der Diensthabende des Demminer Polizeihauptreviers.

Besonders gegen 4 Uhr drehten die Veranstalter die Bässe besonders laut auf. Und die Beamten erwischten auf der Party auch einige Teilnehmer, die Drogen dabei hatten. In einem Pkw wurde festgestellt, dass die Insassen Drogen konsumierten. Weiterhin gab noch vier Anzeigen für Teilnehmer der Technoparty, die mit Betäubungsmitteln erwischt wurden, hieß es von der Polizei.