Aufregung über schwarz-weiße "Grenzpfähle":

Toitzer mögen die Leitpfosten gar nicht

Schwarz-weiße Pfeiler schlängeln sich durchs Dorf. Das gefällt den Anwohnern gar nicht. Für sie passt es nicht ins Bild. Die Gemeinde indes kann die Aufregung nicht verstehen.

Über die neuen Leitpfosten im Dorf sind die Toitzer nicht begeistert. Sie glauben, dass damit das Dorfbild zerstört wird.
Kirsten Gehrke Über die neuen Leitpfosten im Dorf sind die Toitzer nicht begeistert. Sie glauben, dass damit das Dorfbild zerstört wird.

Das Dorfbild ist pfutsch. So sehen es die Toitzer. Sie ärgern sich über Leitpfosten an der Straße, die dicht an dicht auf dem Seitenstreifen eingerammt wurden. „Wir fühlen uns hier wie im Ghetto jetzt“, meint Ute Graf. „Das sieht doch nicht schön aus.“ So etwas habe sie in noch keinem anderen Dorf gesehen. Wer sich das wohl einfallen lässt?

Durch Toitz führt eine schmale Kreisstraße, Kopfsteinpflaster mit Asphalt überzogen. Doch die Straßenmeisterei des Landkreises ließ die schwarz-weißen Pfosten nicht aufstellen. Leiter Eckhard Wach weiß aber, dass die Gemeinde solche „Grenzpfähle“ anbringen wollte. „Normalerweise stehen Leitpfosten nicht im Dorf“, meint er. In Toitz indes sind Seitenstreifen und Gehweg weit auseinander. Immer wieder sei der Seitenstreifen zerfahren und damit zerstört worden. Das soll mit den Begrenzungspfeilern verhindert werden.

Nossendorfs Bürgermeister Fred Schult bestätigt das. Er kann die Aufregung der Toitzer nicht verstehen. „Das wundert mich schon, dass die Toitzer damit nicht einverstanden sind.“ Bisher habe sich keiner gemeldet, der sich daran stört.

Solange haben Steine auf dem Streifen gelegen. Das war aber nur ein Provisorium, damit keine Autos beschädigt werden. Deshalb habe man sich dazu entschlossen, Leitpfosten auf die Bankette zu stellen. Große Fahrzeuge wie Traktoren seien schon bis auf den Gehweg raufgefahren. „Den Gehweg haben wir vor zwei Jahren neu gemacht“, sagt Schult. Zudem sah die Gemeinde eine Gefahr für die Bürger, die auf dem Gehweg entlanggehen. Im Herbst sind die Pfosten aufgestellt worden, mit Rücksprache des Kreises. Jetzt sei Sicherheit gegeben. Fred Schult findet, dass es nicht so schlecht aussieht. „Ich denke, das ist eine gute Lösung.“ Die Frage wäre dann, welche Alternative gebe es. Bäume anpflanzen funktioniere nicht, weil im Unterbau zu viele Steine liegen.

 

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