Verkehr:

Trotz neuer Parkplätze Autos am Straßenrand

Heftig diskutiert wurde im vergangenen Frühjahr und Sommer die Frage zusätzlicher Kurzzeitstellflächen am Demminer Markt. Vor rund einem halben Jahr wurden welche ausgewiesen. Wie sieht es jetzt aus?

Kurzzeitparken in der Nähe des Marktes: Seit einem halben Jahr gibt es diese Möglichkeit, doch völlig entspannt hat sich die Lage am Markt dadurch nicht.
Georg Wagner Kurzzeitparken in der Nähe des Marktes: Seit einem halben Jahr gibt es diese Möglichkeit, doch völlig entspannt hat sich die Lage am Markt dadurch nicht.

Die Lage hat sich verbessert, aber nicht völlig entspannt. Auf diesen Nenner ließe sich die Verkehrsentwicklung am Demminer Markt bringen, seit die Stadt im Juli vergangenen Jahres zusätzliche Kurzzeitparkplätze auf Höhe der Bushaltestelle geschaffen hat. „Ich habe den Eindruck, dass die sehr gut angenommen werden“, sagt Detlev Ganz.

Der UWG-Abgeordnete hatte im Stadtentwicklungsausschuss darauf gedrungen, mehr Stellplätze im Marktbereich zu schaffen. Denn vor den Geschäften reichten die drei Plätze in der Parknische nicht aus. Regelmäßig standen Fahrzeuge auf der rechten Fahrspur, während Geschäftsinhaber potenzielle Kunden vorbeifahren sahen. Zwar gab es auch die Tiefgarage, doch das war offenbar vielen Fahrern zu umständlich für einen kurzen Halt.

Stadtvertreter mahnten deshalb immer wieder eine Änderung an. Dagegen machte die Verwaltung Vorbehalte geltend wie Kosten und rechtliche Probleme bei einer Verlängerung der Parknische an der Straße beziehungsweise zusätzlichen Stellplätzen auf dem als Fußgängerzone ausgewiesenen Markt. Schließlich einigte man sich im Stadtentwicklungsausschuss auf die Fläche an der Bushaltestelle mit der Aussicht, die Entwicklung zu beobachten und nötigenfalls noch einmal zu beraten.

Halten auf der Fahrbahn rückläufig

Jetzt, ein halbes Jahr später, brächte eine Befragung der Geschäftsleute gemischte Ergebnisse. Axel „Acky“ Holtfreter, der vor dem Umzug seines Imbisses aus der Jarmener Straße an den Markt vehement Parkplätze forderte, hat sich mit der Lage arrangiert. „Wer zu mir kommen will, findet einen Weg“, sagt er. „Der Parkplatz am Holsteneck wird angenommen. Ansonsten parken die Kunden auch in der Baustraße, und viele meiner Gäste sind Rentner. Die kommen zu Fuß.“

Nebenan macht Floristin Anke Langer andere Erfahrungen. Nach wie vor würden Leute auf der Fahrbahn halten. Denn gerade bei schlechtem Wetter mag kaum jemand seinen Blumenstrauß im Regen aufs Spiel setzen. „Viele bestellen telefonisch vor und kommen dann nur kurz herein, um ihre Blumen abzuholen. Am günstigsten wäre es, wenn die Parknische an den Geschäften vorbei ginge.“

Das aber wird es wohl so schnell nicht geben. Zwar beobachtet auch die Stadtverwaltung, dass noch immer auf der Fahrbahn gehalten wird, doch das sei merklich rückläufiger geworden. Insofern sei eine weitergehende Lösung nicht erforderlich.

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