Alte Baggertechnik in Dargun:

Über "alte Möhre" lacht keiner mehr

Daniel Donner hat das „Trecker-Fieber“ erfasst. Am Sonnabend kann man sich beim Schaupflügen  anstecken.

Daniel Donner an seiner „alten Möhre“, einem Bagger des Typs T 157-2.
Foto: Gerald Gräfe Daniel Donner an seiner „alten Möhre“, einem Bagger des Typs T 157-2.

Diana Donner kann sich noch gut der Lacher im Dorf erinnern, als Ehemann Daniel mit der vermeintlich „alten Möhre“ vorfuhr: einem Bagger des Typs T 157-2 aus dem „Fortschritt“-Werk in Nordhausen, also noch aus der DDR. Heute wird nicht mehr geschmunzelt über die nostalgisch anmutende Technik. Denn die kommt mittlerweile bei manchem Dorfbewohner im Garten und auf dem Hof zum Einsatz – beim Umsetzen von Misthaufen oder beim Ausbaggern zum Beispiel.

Der 37-jährige Daniel Donner hat noch mehr historische Landwirtschaftstechnik gesammelt: zwei Traktoren der Marke „Famulus“, Baujahr 1956 bzw. 1964, natürlich ebenso einsatzbereit wie der Bagger. Hinzu gesellt sich allerhand Arbeitsgerät zum Anhängen an die Zugmaschinen.

Ob einem Dorfjungen die Liebe zum Treckerfahren automatisch in die Wiege gelegt wird? Nein, bei ihm war es anfänglich eher die Liebe zum Moped, zu seiner Simson S 51. Doch habe er auch schon als Halbwüchsiger auf dem Traktor gesessen, vor allem während der Ausbildung zum Landwirt. Aber erst einige Jahre später habe ihn der „Bazillus“ so richtig getroffen.

Im Jahr 2004 wurde der erste Trecker aus Leipzig geholt, denn daheim „in der Gegend war keiner“ zu bekommen. Und auch seine Familie steckte er an: Ehefrau Diana reizt ebenso die „alte Ost-Technik“, denn „da kann man noch selbst dran bauen.“ Und der elfjährige Sohn Jack „ist mit dem Trecker groß geworden.“

Der heutige Tiefbauer ist zugleich Vize-Vorsitzender der Interessengemeinschaft Historische Landtechnik Dargun. Und die lädt am Sonnabend zum 7. Schaupflügen nach Dargun ein.

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