Ärztin passt auf:

Verwirrter Rentner liegt blutend in der Wohnung

Eine Hausärztin macht sich Sorgen um ihren älteren Patienten und ruft die Polizei. Was die beim Blick durch das Wohnungsfenster entdeckt, macht schnelles Handeln nötig.

Die Polizei musste einen Rentner aus seiner Wohnung retten.
Georg Wagner Die Polizei musste einen Rentner aus seiner Wohnung retten.

Die Demminer Polizei hat nach einem Hilferuf am frühen Montagabend einen 72-jährigen Mann aus seiner Wohnung in der Jarmener Straße der Hansestadt gerettet. Die Hausärztin hatte die Beamten gerufen, weil es ungewöhnlich lange – nämlich seit drei Tagen – keinen Kontakt mehr zu ihrem Patienten gab und er vermutlich dringend Hilfe braucht. Ans Telefon sei der Mann nicht gegangen. Das sei nicht seine Art gewesen. Zudem war der Briefkasten der Wohnung nicht geleert.

Als die Polizei vor Ort war, habe es mehrere Anhaltspunkte gegeben, dass der Mann lange nicht in seiner Wohnung war, erklärte der Diensthabende im Polizeirevier. Oder draußen. Als die Beamten durchs Fenster schauten, entdeckten sie den Rentner. Sein Gesicht sei voller Blut gewesen. Er habe einen leicht verwirrten Eindruck gemacht. Die Einsatzkräfte fackelten nicht lange. Weil Gefahr für Leib und Leben bestand, traten die Polizisten die Tür zur Wohnung ein und verständigten den Rettungsdienst.

Der 72-Jährige kam ins Krankenhaus und wird dort jetzt behandelt. Ob der Mann gestürzt ist, oder was sonst in seinen vier Wänden passiert ist, sei völlig unklar. Verwandte hätten jedoch in einem Gespräch erwähnt, dass es dem Demminer Rentner in letzter Zeit nicht so gut ging.

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