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Volkshochschulen im Kreis steuern auf eine Fusion zu

Von unserem RedaktionsmitgliedGeorg WagnerAb 2014 soll die gemeinsame Bildungsarbeit von Neubrandenburg aus „regiert“ werden. Für Demmin sucht die ...

Im Bienenweg 1 residiert derzeit die Volkshochschule am Standort Neubrandenburg. Sie soll perspektivisch mit den anderen Volkshochschulen des Kreises fusionieren und möglicherweise auch innerhalb der Viertorestadt an einen anderen Standort ziehen. [KT_CREDIT] FOTO: I. Nehls

Von unserem Redaktionsmitglied
Georg Wagner

Ab 2014 soll die gemeinsame Bildungsarbeit von Neubrandenburg aus „regiert“ werden. Für Demmin sucht die Kreisverwaltung nach neuen Räumlichkeiten.

Neubrandenburg.Wenn im Herbst das neue Programm der Kreisvolkshochschule erscheint, dann wird es wohl um einiges dicker ausfallen als bisher. Denn erstmals soll für den gesamten Landkreis Mecklenburgische Seenplatte ein gemeinsames Kursbuch veröffentlicht werden – mit Angeboten von Demmin bis Neustrelitz, von Waren bis Neubrandenburg.
Das ist ein weiterer Schritt auf einem Weg, den der Kreistag bereits im Juni 1012 mit Satzungsbeschlüssen eingeschlagen hatte. Seither sind die Gebühren ebenso vereinheitlicht wie die Honorarsätze für die Lehrkräfte. Zwar sind die vier Volkshochschulen aus den früheren Landkreisen und der Stadt Neubrandenburg nominell noch selbstständig, doch auch das wird sich ändern. Mit Stichtag 1. Januar 2014 sollen sie zu einer gemeinsamen Volkshochschule (VHS) des neuen Landkreises fusionieren, dem Kreistag wird voraussichtlich im September die entsprechende Beschlussvorlage auf den Tisch kommen.
Streit gibt es darüber offenbar kaum. Das Ganze sei schon im Beirat gemeinsam mit den Leitern der vier Volkshochschulen besprochen und das Konzept in einer Mitarbeiterversammlung den hauptamtlichen Angestellten der Schulen erläutert worden. „Es gab keine Vorbehalte, man sieht das sehr real“, sagt Klaus Salewski (Die Linke).
Der langjährige ehrenamtliche Bildungspolitiker aus Stavenhagen gehört sowohl dem VHS-Beirat als auch dem Bildungsausschuss des Kreistags an. In letzterem herrschte laut Salewski bei der jüngsten Sitzung in Röbel Konsens über die Fusionsfrage, nachdem Schulverwaltungsamtsleiter Dirk Rautmann in einer umfangreichen Präsentation den Weg dorthin vorgestellt hatte. Nach dessen Auskunft soll mit der Fusion und damit einer zentralen Leitung die Fachlichkeit der einzelnen Bereiche gestärkt werden und die Verwaltungsarbeit an Effizienz gewinnen.
Für die Bürger soll sich durch die Fusion nichts ändern. Die vier Arbeitssandorte blieben erhalten, versichert Rautmann. Allerdings könnten sich in Demmin und Neubrandenburg längerfristig die Räumlichkeiten ändern – aus Kostengründen. Denn die Ausgaben für die Unterbringung fallen in beiden Städten besonders hoch aus. So hat Demmin mit rund 49000 Euro einen Anteil von 20 Prozent daran, Neubrandenburg mit rund 122000 Euro sogar 49 Prozent. Sowohl Waren als auch Neustrelitz liegen dagegen niedriger.
Deshalb prüft die Kreisverwaltung für Demmin einen Umzug. „Ich möchte eine Konstellation mit einer kreislichen Schule“, so Dirk Rautmann. In Frage käme demnach beispielsweise das Gymnasium, wie es etwa auch in Waren der Fall ist. Entschieden allerdings ist laut Rautmann noch nichts, und auch Klaus Salewski versichert: „Das wird nicht überstürzt angegangen.“

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