Autofahrer wütend:

Vollsperrung der B 110 bei Tutow kam früher als gedacht

Der Baustart an der B 110 bei Tutow war längst überfällig. Dass die Vollsperrung jetzt aber ein paar Tage früher als erwartet losging, sorgte für Unverständnis. Insbesondere die Beschilderung ist für Autofahrer ein Ärgernis.

Wer von Demmin kommt und den Feldweg entlang fahren möchte, muss erst einmal eine Ordnungswidrigkeit begehen und das Verkehrsschild missachten, weil die Zufahrt zum Feldweg hinter dem Schild liegt.
Kai Horstmann Wer von Demmin kommt und den Feldweg entlang fahren möchte, muss erst einmal eine Ordnungswidrigkeit begehen und das Verkehrsschild missachten, weil die Zufahrt zum Feldweg hinter dem Schild liegt.

Und plötzlich war die Bundesstraße B 110 dicht. Vollsperrung! Um 7.40 Uhr wurden am Montag die Absperrgitter aufgestellt und am Parkplatz mit dem Imbiss gab's sofort ein Verkehrschaos. Viele Autofahrer schimpften, weil sie nicht wussten, wie man weiterfahren kann. Auf der Ausweich-Strecke über den Feldweg könne man sich allenfalls das Auto kaputt fahren, Begegnungsverkehr sei kaum möglich. Im Vorfeld waren Ausweichtaschen versprochen worden, die jetzt aber doch nicht gebaut worden seien, so die wütenden Autofahrer. Dafür lägen große Steine auf dem Feldweg und beim Ausweichen versacke man im Gelände.

Noch vorige Woche hatte der Nordkurier von Andreas Herold, Dezernent beim Straßenbauamt Neustrelitz, die Auskunft erhalten, erst am Montag werde beschlossen, wann die Vollsperrung komme. "Nun kam die Vollsperrung schon früher, da war ich nicht ganz auf den Laufenden.", entschuldigt sich Herold.

Der Nordkurier macht den Feldweg-Check

Als erstes fahren wir den Feldweg entlang. Die Straße ist relativ eben und kann bei einer niedrigen Geschwindigkeit recht problemlos befahren werden. Die versprochenen Ausweichtaschen fehlen, aber es gibt genug Möglichkeiten zum Ausweichen. Auch wenn natürlich Vorsicht geboten ist.

Wo geht's lang?

Ein wirkliches Ärgernis ist die Beschilderung. Gerade Ortsfremde standen ratlos am Imbiss-Parkplatz. "Der Feldweg ist keine offizielle Umleitung, deshalb fehlt da das entsprechende Schild. Diesen Weg sollen nur Anwohner, kleine Busse und Rettungswagen bis 3,5 t befahren dürfen", sagt Dirk Wietzorek von der Unteren Straßenverkehrsbehörde.

Dauert es länger als gedacht?

Für weitere Aufregung sorgte in Tutow dann noch eine andere Meldung. Ein Anwohner hat ein Schild gesehen, dass die Bauarbeiten bis Mai 2017 gehen. Dabei wollten die doch bis Dezember fertig sein. "Es stimmt, die Bauarbeiten gehen bis in den Mai hinein. Aber wir hoffen, dass die Vollsperrung bis zum Dezember wieder aufgehoben wird. Auf jeden Fall bemühen wir uns, diesen Termin einzuhalten. Nur versprechen können wir das nicht. Der Rest der Baumaßnahmen kann dann bei laufendem Verkehr gemacht werden", beruhigt Herold.

Weitere Informationen zu der Sperrung auf der B110, insbesondere zu den fehlenden und teils noch falschen Verkehrsschildern, finden Sie in unserer Bildergalerie (siehe oben).