Böse Osterüberraschung:

Vom Angeln direkt in den Knast

Die Stralsunder Wasserschutzpolizei hatte wohl eher mit Ordnungswidrigkeiten gerechnet, da ging ihr ein "dicker Fisch" aus Demmin ins Netz.

Als ein Demminer am Ostermontag in Stralsund die Angel ausgeworfen hatte, wurde er festgenommen. Nicht, weil er Fische fangen wollte, sondern weil er per Haftbefehl gesucht wurde. Der Mann hat einiges auf dem Kerbholz.
Stefan Sauer Als ein Demminer am Ostermontag in Stralsund die Angel ausgeworfen hatte, wurde er festgenommen. Nicht, weil er Fische fangen wollte, sondern weil er per Haftbefehl gesucht wurde. Der Mann hat einiges auf dem Kerbholz.

Auf diese Heringe hätte ein Demminer besser verzichtet: Als der Mann am Ostermontag in Stralsund die Angel auswarf, geriet er in eine Kontrolle der Wasserschutzpolizei - und von dort direkt in die Justizvollzugsanstalt Stralsund. Denn gegen ihn bestand ein Haftbefehl. Weshalb auch immer er trotzdem auf den Fischzug gehen wollte, ist offen. Angeraten schien das nicht. Während der Heringszeit kontrolliert die Polizei häufig die Einhaltung der Regeln.

Über das Osterwochenende herrschte nach ihrer Auskunft viel Andrang am und auf dem Strelasund, und es gab eine ganze Reihe an Ordnungswidrigkeiten. Der Demminer aber war wohl der dickste "Fisch" für die Beamten. Laut Staatsanwaltschaft Neubrandenburg wurde er im Mai 2014 wegen Betrugs zu einer Geldstrafe von 1250 Euro verurteilt. Weil er die nur zum kleinsten Teil beglich, sollte er eine Ersatzfreiheitsstrafe von 113 Tagen abbüßen, trat sie aber nicht an. Deshalb wurde nach ihm gefahndet. Jetzt war's das für ihn wohl mit der Heringssaison.

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