Kreisumlage in Demmin:

Vor dem Straßenbau steht das Warten auf den Haushalt

Noch ist unklar, wie viel Kreisumlage die Stadt Demmin und die umliegenden Gemeinden im nächsten Jahr bezahlen müssen. Im Rathaus weiß man nur eines: Es wird mehr für die Stadt, auch wenn sich der Hebesatz nicht ändert.

Noch sieht die Goetzestraße mehr nach einer Offroad-Piste als nach einer Wohnstraße aus. Doch die Bauarbeiten sollen im Plan liegen.
Georg Wagner Noch sieht die Goetzestraße mehr nach einer Offroad-Piste als nach einer Wohnstraße aus. Doch die Bauarbeiten sollen im Plan liegen.

Wenn alles so weiter läuft wie bisher, hat der Schmutz für die Anwohner der Demminer Goetzestraße noch vor Winteranfang ein Ende. Zwar gleicht die Straße in der Gartenstadt noch eher einer Offshore-Piste als einem ruhigen Wohngebiet, doch laut der Baufirma liege man bei den Ausbauarbeiten im Plan, sagt Bauamtsleiter Dietmar Schmidt. Bis Mitte Dezember soll die Straße asphaltiert sein. Damit ginge dann das derzeit einzige Straßenbauprojekt der Hansestadt zu Ende.

Was im nächsten Jahr folgen wird, ist offen. Zwar hat die Stadt eine Prioritätenliste und ganz oben steht nach Angaben von Schmidt die Saarstraße. Doch die Prioritätenliste ist mehr eine Absichtserklärung als eine konkrete Planung. Ob sie umgesetzt werden kann, hängt vor allem am Geld.

Gartenstadt liegt nicht im Sanierungsgebiet

Die Gartenstadt liegt nicht im Sanierungsgebiet, Fördermittel wird es nicht geben. Die Stadt, weiß Dietmar Schmidt, müsse die Sanierung vollständig aus der eigenen Kasse bezahlen. Wie viel hier zur Verfügung stehen wird, steht auch noch nicht fest. „Die Haushaltsberatungen beginnen erst im November“, sagt Schmidt.

Immerhin, eines gilt bereits als sicher. Prozentual betrachtet wird die Stadt nicht mehr Kreisumlage ans Landratsamt abführen müssen als in diesem Jahr, nämlich gut 48 Prozent der zugrunde liegenden Einnahmen wie Schlüsselzuweisungen oder kommunalem Anteil an der Einkommens- und Umsatzsteuer. Ein akzeptabler Kompromiss, meint Bürgermeister Michael Koch (CDU).

Vorraussichtlich fünfstelliger Mehrbetrag

Allerdings wird die Stadt 2014 in der Summe mehr Geld an den Kreis überweisen müssen als in diesem Jahr, weil die Höhe der entsprechenden Einnahmen steigt. Wie viel genau, steht noch nicht fest, unter anderem weil noch nicht alle Haushaltsrechnungen abgeschlossen sind. „Die Mehrbelastung“, schätzt Koch, „wird sich voraussichtlich im fünfstelligen Bereich bewegen.“ Im Rathaus geht man davon aus, dass die Stadt etwa 30 Prozent ihrer Einnahmen als Kreisumlage zahlen wird.

Wie es für die Gemeinden des Amtes Demmin-Land aussehen wird, ist gleichfalls noch unsicher.

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