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Vor Demmins Hafen liegt eine super Zukunft

Gut vier Hektar umfasst das Gelände zwischen Peene, Nikolai- und Loitzer Straße mit der Basis für Freizeit-Skipper. Investor Klaus Oetjen sieht darin Potenzial für Urlauber aus Großstädten – und hat bereits ein weitergehendes Konzept.

Warten auf die Eröffnung: Investor Klaus Oetjen (Mitte) erläutert dem Stadtentwicklungsausschuss die neue Marina in Demmin.
Georg Wagner Warten auf die Eröffnung: Investor Klaus Oetjen (Mitte) erläutert dem Stadtentwicklungsausschuss die neue Marina in Demmin.

Wenn Klaus Oetjen hinter der Demminer Nikolaistraße an der Peene sitzt, kann er ins Schwärmen geraten. Das war schon Anfang der 1990er-Jahre so. „Das Wasser war klar, es gab keine Sedimente. Da habe ich gesagt, toll, das ist ja besser als Mallorca oder Ibiza“, erzählt er. Der Schlachthof ist längst verschwunden, die Gebäude hat Oetjen in eine der Top-Wohnanlagen Demmins verwandelt und ein neues Hafenbecken mit rund 40 Liegeplätzen wartet auf die Eröffnung. Die neue Bootshalle ist fertig. Ein Sanitärgebäude steht da, von der Villa in der Nikolaistraße führt ein Weg hinüber zur Bootshalle. Jetzt gilt es für Klaus Oetjen, das Gelände mit Leben zu erfüllen.

Service rund ums Boot von der Entsorgung bis zu Reparaturen und Winterlager soll den Skippern den Urlaub erleichtern, ein Campingplatz Wohnmobile aufnehmen. Dazu kommt, dass die Marina-Nutzer um sich die Infrastruktur einer Stadt haben. Bäcker, Supermarkt, Tankstelle, für Notfälle das Krankenhaus. Das gebe es ansonsten vor Anklam nicht mehr, sieht Oetjen Vorteile. Um das Gelände zu vermarkten, will er am letzten Maiwochenende 2014 ein Hanse-Fest ins Leben rufen mit Antikmarkt, Oldtimern, professionellem Flohmarkt, Piratenhalle, Produkten aus der Region. „Das geht in eine andere Richtung als das Peenefest“, beruhigt er sein Gegenüber im Baubüro.

Das ist der Demminer Stadtentwicklungsausschuss. Die Herren ließen sich bei einem Rundgang das Gelände zeigen und lassen sich nun die weiteren Pläne des Investors erläutern. Er wolle Leute von weiter her holen, auch aus Ballungsgebieten wie Bremen und Hamburg, sagt Oetjen. „Die liegen hier prima. Da haben wir Potenzial.“ Gleichzeitig soll das Hanse-Fest keine Eintagsfliege bleiben.

Dem Ausschuss gefällt das offenbar. „Das Gelände gibt das her“, meint Rainer Tietböhl (SPD) und Bürgermeister Michael Koch (CDU): „Der Ansatz ist gut.“ Auch Ausschussvorsitzender Bernd Koltz (Die Linke) betrachtet das Ganze als „interessante Geschichte.