Neues Festival:

Vorpommern startet "Monis Rache" auf Flugplatz Tutow

Der "Burning Man", das weltbekannte Festival in der Salzwüste von Nevada, kann einpacken! Denn an diesem Wochenende steigt mit "Monis Rache" auf dem Flugplatz in Tutow ein heilloses Durcheinander aus Bass, Techno, House, Punk und Rap für experimentier- und bastelfreudige Selbstverwirklicher.

Überall auf dem Festival-Gelände von "Monis Rache" wachsen derzeit bauliche Installationen aus dem Boden, in den nächsten Tagen dann gibt es noch viel mehr – unter anderem mit Licht, Stoff und Klang.
Stefan Hoeft Überall auf dem Festival-Gelände von "Monis Rache" wachsen derzeit bauliche Installationen aus dem Boden, in den nächsten Tagen dann gibt es noch viel mehr – unter anderem mit Licht, Stoff und Klang.

"Monis Rache" schwebt ab Donnerstag über Tutow, wobei die Namensgeberin eine fiktive Person darstellt, die aus ihrem normalen Leben ausgebrochen ist. Ein Sinnbild für das Anliegen dieses Treffens und seiner Akteure, die sonst durchaus einem normalen Berufsleben nachgehen oder noch lernen beziehungsweise studieren. So wie Baufachmann Paul oder Elektrik-Experte Florian, die mit zur Spitze des Organisationsteams gehören.

Die Akteure dort auf dem Flugplatz wollen ein gutes Miteinander mit der Kommune und ihren Bürgern erreichen, zumal das Festival in den nächsten Jahren möglichst Fortsetzungen erleben soll. Auch deshalb stellten die jungen Leute ihr Projekt lange vorher in der Gemeindevertretung vor und beugten sich dann so einigen schmerzlichen Auflagen der Behörden.

"Monis Rache", eine ständige Entwicklung

Wie viele Bühnen es am Ende insgesamt geben wird, scheint derweil gar nicht klar, denn bei "Monis Rache" ist irgendwie alles im Fluss und in einer ständigen Entwicklung, jeder kann sich hier sozusagen seine eigene Bühne schaffen.

Der Programmzettel von "Monis Rache" quillt schon bei den Musikern über. Die Zahl der Projekte, Installationen und Angebote fällt erst recht schwer zu schätzen. Auch der Fächer der Workshops liest sich vielfältig, reicht vom Yoga mit Live-DJ und Beauty-Tipps über kritische Asozialität und politische Themen bis hin zur Anleitung für den Bau eines eigenen mobilen Solar-Generators und "Viva la Vulva", eine Runde zu Körper, Lust und Selbstermächtigung.

Camping, Verpflegung und Duschen

Derzeit wächst eine Art Campingplatz empor. Für eine große Verpflegungsstation ist ebenso gesorgt wie für sanitäre Bedürfnisse einschließlich Duschen und Toiletten. Sogar ein Shuttle-Service vom Bahnhof Demmin und zurück existiert.

Wie viele Leute sich vom 21. bis zum 24. Juli am Tutower Flugplatz einfinden werden, dazu gibt es unterschiedliche Prognosen. Die Organisatoren setzten auf mindestens an die 1000 und hoffen auf noch einige mehr. 

Die Kartenvorverkaufsphase ist bereits beendet, ab sofort müssen für ein Ticket 55 Euro hingelegt werden.  Und die Tutower genießen einen Sonderstatus: Wer aus der Gemeinde mal vorbeischauen will, den kostet es nur 5 Euro.

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