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Wie geht es Baum Nummer 130?

Warum hängen an jedem Straßenbaum kleine Schildchen? Was verbirgt sich dahinter? Wir haben nachgefragt und stellen das Straßenbauamt auf die Probe.

Dank dieses kleinen Schildchens lässt sich der Baum identifizieren.
Denny Kleindienst Dank dieses kleinen Schildchens lässt sich der Baum identifizieren.

Was hat es mit den unauffälligen Schildchen an jedem Straßenbaum auf sich? Das Straßenbauamt Neustrelitz ist für Straßenbäume und Alleen zuständig, die in den beiden Großkreisen Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern-Greifswald stehen. Rund eine Million Euro koste die Pflege der insgesamt 83.000 Bäume im Jahr, so Amtsleiter Jens Krage. Damit die Mitarbeiter nicht den Überblick verlieren, sind die Bäume durchgezählt.

Aber lässt sich anhand der Nummer sofort sagen, wie es dem Baum geht? Es klappt, wie ein Anruf beim Straßenbauamt zeigt. Gefragt nach Baum 130 auf der Landesstraße 271 zwischen Utzedel und Demmin, schaut die Mitarbeiterin im Baumkataster nach:

Art: Ahornbaum
Stammdurchmesser: 81 Zentimeter
Höhe: zwischen 20 und 25 Meter
Entfernung zur Fahrbahnkante: 80 Zentimeter
„Defekte”: Fäule, Stammfußverbreiterung, Höhlung, Totholz

Die Baumnummern werden nur einmal vergeben. Wird ein Baum gefällt, ist seine Nummer gesperrt. Sollte ein Straßenbaum einmal in einen Unfall geraten, kann das Straßenbaumamt mittels des Baumkatasters darlegen, dass es sich vernünftig um den Baum gekümmert hat und er den Verkehr nicht gefährdet hat.

Kommentare (1)

Diese an die Bäume genagelten Nummernschildchen sind das Dümmste, das ich je gesehen habe. Schon in zehn Jahren werden die meisten davon eingewachsen sein. Die ersten verschwinden bereits. Die Nägel dürfen nur in die Rinde eingeschlagen werden. Wenn sie dabei nur ein wenig in das Stammholz geraten, werden sie mitsamt Aluschildchen überwallt und verschlungen werden. Wikipedia Stichwort Überwallung. Die ganze Arbeit hättet ihr euch sparen können!