Ärgerliche Verzögerungen bei Prestigeprojek:

Wo bleibt der Fahrstuhl?

Schöner wohnen in Demmin: Ende des Sommers sollte der erste seniorengerechte Umbau eines städtischen Plattenblocks fertig sein. Inzwischen ist der halbe Winter um und die neuen Lifte sind immer noch nicht in Betrieb. Was ist da los?

Eingebaut und funktionstüchtig, aber für die Mieter bislang unerreichbar: Den Fahrstühlen in der Ernst-Moritz-Arndt-Straße fehlt bislang der TüV und das ist nicht die einzige Verzögerung bei dem Prestige-Objekt.
Thoralf Plath Eingebaut und funktionstüchtig, aber für die Mieter bislang unerreichbar: Den Fahrstühlen in der Ernst-Moritz-Arndt-Straße fehlt bislang der TüV und das ist nicht die einzige Verzögerung bei dem Prestige-Objekt.

Das war wohl nichts: Die Bewohner der Demminer Ernst-Moritz-Arndt-Straße hatten eigentlich gehofft, spätestens zu Weihnachten nichts mehr die Treppen hochschleppen zu müssen. Die Aufzüge waren eingebaut und funktionieren auch. Doch der Fahrstuhl-TüV kam nicht mehr. Und ohne technische Abnahme kein Lift.

„Wir hätten es den Mietern wirklich gegönnt, dass die Fahrstühle schon zu den Feiertagen freigegeben worden wären“, räumt Roman Gau ein, Chef der städtischen Wohnungsbaugesellschaft WVG. Er macht aus seinem Frust keinen Hehl: Dass aus dem schönen Prestigeprojekt – es ist der erste DDR-Plattenblock, den die WVG in der Hansestadt „liften“ lässt – nun so eine unbehagliche Winterbaustelle geworden ist, hätte er nur zu gern verhindert.

Die erste TüV-Abnahme soll nun am Mittwoch erfolgen, die zweite in etwa einer Woche. „Wenn beide durchgehen, sind die Aufzüge ab Mitte Januar betriebsbereit“, sagt Gau. Auch danach gibt‘s aber noch jede Menge Arbeit für die Handwerker. Denn der Fahrstuhl-TüV ist keineswegs der einzige Verzug.