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Wo ist der Bock vom Brauereidach geblieben?

Viele Demminer haben es seinerzeit gar nicht bemerkt, dass Unbekannte die Blechskulptur gestohlen hatten. Ist das Rätsel noch zu lösen?

Karsten Behrens (links) und Peter Voss zeigen historische Bierbuddeln und Erinnerungsstücke der Demminer Brauerei in der Volksbank.
Thoralf Plath Karsten Behrens (links) und Peter Voss zeigen historische Bierbuddeln und Erinnerungsstücke der Demminer Brauerei in der Volksbank.

Hinweise gab es reichlich, Peter Voss erinnert sich noch genau. „Dass da welche den Bock klauen wollten, haben die Leute doch mitgekriegt.“ Mehrmals sei auf Anrufe von Anwohnern hin sogar eine Polizeistreife gekommen, erinnert sich der Demminer, „einmal haben die Polizisten auf dem Brauereihof auch zwei Jungs geschnappt, die da vorher oben herumgeturnt waren. Aber da lag doch alles in Trümmern. Da hatte die Polizei keinen Grund, zu ermitteln. Und eines Tages war er dann weg.“ 

So unspektakulär, von vielen Demminern seinerzeit gar nicht gleich bemerkt, endete 1999 die Geschichte eines Wahrzeichens aus der Gründerzeit der Stadt. Über 100 Jahre lang hatte die Zinnblechskulptur eines Geißbocks oben auf dem Dachfirst der Brauerei gestanden.

Peter Voss und Karsten Behrens haben nun in der Demminer Volksbank eine kleine Ausstellung zur Historie der Brauerei eröffnet und hoffen auch auf Hinweise zum Verbleib des Geißbocks. „Irgendjemand weiß bestimmt noch etwas, erinnert sich", hofft Behrens.