Wohnungen im Amt Demmin-Land:

Zur Kasse bitte! Gemeinden müssen blechen

Das Amt Demmin-Land hat seinen Haushalt für 2014 beschlossen. Das Gute für die Kommunen: Der Hebesatz für die Amtsumlage sinkt leicht. Tiefer in die Tasche greifen müssen sie trotzdem.

Blick über Wohnblocks im Demminer Land.
Kirsten Gehrke Blick über Wohnblocks im Demminer Land.

Gemeinden mit einem eigenen Wohnungsbestand im Amt Demmin-Land werden im nächsten Jahr tiefer in die Tasche greifen müssen. Im Rahmen der Haushaltsberatung für 2014 hat der Amtsausschuss eine Erhöhung der Sonderumlage für die Wohnungsverwaltung beschlossen. Sie steigt von zwölf auf 16,60 Euro monatlich pro Einheit bei jenen Wohnungen, die das Amt verwaltet. Bei Wohnungen mit Fremdverwalter kommt die Umlage  laut Kämmerer Gerhard Wiese künftig auf 4,90 Euro statt bisher drei Euro. Gemeinden, die keine Wohnungen besitzen wie beispielsweise Hohenbollentin oder Warrenzin, seien davon nicht betroffen, sagt Wiese.

Zahlen müssen laut Verwaltungsleiterin Christine Schubbe allerdings nur die Gemeinden. Die Mieter seien vom Beschluss zur Umlageerhöhung nicht betroffen, sagte sie auf Anfrage des Nordkuriers. Für manche der Kommunen aber bedeutet die Erhöhung durchaus einen Schlag ins Kontor. Beispielsweise für Borrentin. Die aus zahlreichen Ortsteilen bestehende Gemeinde besitzt laut Amt insgesamt 180 Wohnungen, die alle extern verwaltet werden. Oder für Kletzin. Die Gemeinde an der Grenze zu Loitz hat 58 Wohnungen. Verwaltet werden sie vom Amt. Insgesamt besitzen die Gemeinden im Amtsbereich Demmin-Land 622 Wohnungen, von denen 226 vom Amt verwaltet werden.

Während die Sonderumlage für die Wohnungen nur die Wohnungsbesitzer unter den Kommunen trifft, müssen für die Amtsumlage alle Gemeinden aufkommen – und zusammen nächstes Jahr einen höheren Betrag abführen als in diesem Jahr. Er steigt im Planansatz von 1,037 auf 1,14 Millionen Euro. „Ob wir das dann alles brauchen, ist eine andere Frage“, so Gerhard Wiese.

Dass trotz des niedrigeren Hebesatzes unter dem Strich ein höherer Betrag steht, liegt an den veränderten Bemessungsgrundlagen. Damit bleibt davon aber auch den Gemeinden selbst mehr übrig. Insgesamt beläuft sich der Haushalt des Amtes auf gut 1,5 Millionen Euro. Dabei sei erfreulich, dass im Finanzplan gut 23 000 Euro im Vergleich zu diesem Jahr eingespart werden, meint Amtsvorsteher Edgar Kliewe.

Der Finanzplan enthält unter anderem die tatsächlichen Ausgaben, darunter auch die Investitionen. Hier will das Amt in diesem Jahr beispielsweise Geld für sein Archiv augeben. Derzeit befindet es sich noch in Warrenzin in einem Gebäude, das mittlerweile einem Privateigentümer gehört. Zum einen verlange der nun eine höhere Miete und zum anderen seien die Räume in einem schlechten Zustand, plädiert Edgar Kliewe dafür, das Archiv ins Amt zu verlagern. Rund 20 000 Euro wären dafür nötig. Den Betrag sieht Kliewe aber umso mehr als gerechtfertigt an, als durch die Wege der Mitarbeiter nach Warrenzin auch Unkosten entstehen. Die Arbeitszeit der Verwaltungsangestellten mitgerechnet, beziffert er die auf rund 7000 Euro jährlich.

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