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Die Bayern zerlegen Barcelona im eigenen Stadion

VonH. Büse und Klaus BergmannEs ist geschafft. Erstmals in der Geschichte der Champions League kommt es zu einem deutschen Finale. Der FC Bayern München ...

Torjäger beim Jubel in Barcelona: Thomas Müller (rechts) feiert gemeinsam mit Arjen Robben (Mitte) und Mario Mandzukic den 3:0-Sieg bei Barcelona. Damit stehen die Münchner im Finale der Champions League.  FOTO: Andreas Gebert

VonH. Büse und Klaus Bergmann

Es ist geschafft. Erstmals in der Geschichte der Champions League kommt es zu einem deutschen Finale. Der FC Bayern München folgt dem Ligarivalen Borussia Dortmund ins Endspiel am 25. Mai im Wembley-Stadion.

Barcelona.Das deutsche Traumfinale im Wembleystadion ist perfekt. Einen Tag nach der schönsten Niederlage in der Clubgeschichte von Borussia Dortmund ist auch der neue deutsche Meister FC Bayern München mit einer Gala-Vorstellung ins Endspiel der Königsklasse am 25. Mai eingezogen. Die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes zeigte dem FC Barcelona mit einem 3:0 (0:0) auch im Rückspiel die Grenzen auf, nachdem die Bayern bereits mit dem 4:0 im Hinspiel den Grundstein zum Weiterkommen gesetzt hatten. Als die Bayern im Camp Nou das historische Finale besiegelten, hatten die Dortmunder Partylöwen übernächtigt, aber überglücklich längst wieder deutschen Boden betreten.
Letzte Zweifel am deutsch-deutschen Duell beseitigten die Bayern mit den Treffer von Arjen Robben (48.) und Thomas Müller (76.) sowie einem Eigentor von Gerard Piqué (72.). Mit einer fast schon einschüchternden Präsenz im Mittelfeld ließen die Münchner ihrem Gegner kaum Raum für sein gefürchtetes Kombinationsspiel. Bastian Schweinsteiger beherrschte den trickreichen Xavi, der das Spiel seiner Mannschaft nicht wie geplant ankurbeln konnte. Messi saß nur auf der Ersatzbank.
Ausgerechnet Arjen Robben sorgte mit dem 1:0 für die endgültige Entscheidung. So, wie er es schon unzählige Male in seiner Fußball-Karriere gemacht hat, zog der niederländische Nationalspieler mit dem Ball am Fuß vom rechten Flügel nach innen, schoss – und Bayern führte. Jetzt kann der 29-Jährige einen neuen Anlauf auf einen großen internationalen Titel nehmen. Mit Real Madrid, dem FC Chelsea und Hollands Nationalelf schaffte er es nicht – und beim Trauma im „Finale dahoam“ 2012 hatte er auch eine Schlüsselrolle. Denn bei der tränenreichen Endspiel-Pleite gegen Chelsea vergab er einen Elfmeter in der Verlängerung.
Nur missmutig nahm der Vollprofi in dieser Saison seine zwischenzeitliche Reservistenrolle hin. Doch als er gebraucht wurde, war er da. Im Halbfinale des DFB-Pokals schoss er die Bayern ausgerechnet gegen Borussia Dortmund als Ribéry-Ersatz in das Finale nach Berlin.