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Die fliegenden „Holzkisten“ steuern Müritz-Airpark an

VonElke Enders„Birke trifft Blech“, heißt es wieder auf dem Flugplatz Rechlin-Lärz. Und wenn das Wetter mitspielt, werden es auch Engländer und ...

Ein Bild aus dem vergangenen Jahr: ein Doppeldecker, der auch Mitflüge anbot.  FOTO (Archiv): Enders

VonElke Enders

„Birke trifft Blech“, heißt es wieder auf dem Flugplatz Rechlin-Lärz. Und wenn das Wetter mitspielt, werden es auch Engländer und Österreicher sein, die am Rande der Landepiste fachsimpeln. Auch Gäste aus der Region sind willkommen.

Lärz.Bertold Held, Geschäftsführer des „Müritz-Airparks“, ist zuversichtlich – auch wenn sein Blick skeptisch Richtung Himmel fällt. Bislang hat ihn der Wettergott noch nicht im Stich gelassen. Warum also sollte es diesmal schief gehen? Um die 70 Flugzeuge, darunter Liebhaberstücke Marke Eigenbau, sind in diesem Jahr angemeldet. Zum nunmehr 8. Mal steigen die Holzflugtage. Seit einigen Jahren schon ist der Austragungsort der künftige „Müritz-Airpark“ in Lärz.
Einzig ungewiss bleibt die Witterung. „Gerade bei den Engländern ist es immer eine Wetterfrage, ob sie kommen“, weiß Held. Offiziell von Freitag, 10. Mai, bis Sonnabend in den Nachmittag hinein dauert die Veranstaltung, wobei mit dem Eintreffen der ersten Gäste schon am Himmelfahrtsdonnerstag gerechnet wird. Es ist ein Fliegertreffen, das aber auch für die Allgemeinheit offen ist, wirbt Held für die Veranstaltung. „Jazz vom Feinsten, ein bisschen schwätzen, gucken, der eine oder andere fliegt mal drüber“, beschreibt er das eher gediegene Event. Reinen Kunstflug, wie man ihn von früheren Flugplatzfesten kennt, wird es an diesen Tagen nicht geben, dafür aber eine angenehme, entspannte Atmosphäre, „Augenzwinkern statt Schenkelklopfen, kurz: ein Rendezvous mit Herz und Hirn“, wie es im Programm-Flyer steht.
Fliegerisches Highlight ist eine North American T 6 aus Bayreuth, getauft auf den Namen „Miss Goosbay“. Zudem soll eine kleine Oldtimer-Schau mit Autos, Traktoren oder Motorrädern das Entdeckerpotential bereichern. Ebenso wird das private Luftfahrt-Museum am Platz geöffnet haben. Und es stehen Rundflüge mit der Antonov AN 2, dem größten Doppeldecker der Welt, auf dem Programm. Anmeldungen sind bei der Flugleitung unter Telefon 039833 22281 möglich. Nicht zuletzt haben die Gleitschirmflieger ihr Kommen angekündigt, die auch Tandem-Starts ermöglichen wollen. Für Jazz- und Dixie-
klänge sorgt ab Freitag nachmittag, 15 Uhr, die Tower-Jazzband aus Berlin, bevor abends dann wieder die unschlagbaren Mädels von „Venus Brass“ den Veranstaltungshangar zum Glühen bringen.
Der übrigens hat auch äußerlich noch mal richtig zugelegt: Zwei Berliner Künstler, „Lake“ und Max Weber, die sich schon beim gegenüberliegenden Kulturkosmosverein verdient gemacht haben, sind dabei, den größten Hangar des Geländes anzumalen und so auch optisch auf das Motto: „Birke trifft Blech“, sprich Holzflieger trifft Saxophon, einzustimmen.

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