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Die Garagen sind verschwunden: Jetzt könnte Gewerbe kommen

VonPaulina JasmerKeine Müllberge und kein Container mehr: In Neubrandenburg sind an zwei Stellen Schandflecken verschwunden, über die sich Anwohner lange ...

In der Unkel-Bräsig-Straße erinnern nur noch Erdflächen an Imbiss und Quellehaus. Bald soll es wieder grünen. [KT_CREDIT] FOTO (2): P. Jasmer

VonPaulina Jasmer

Keine Müllberge und kein Container mehr: In Neubrandenburg sind an zwei Stellen Schandflecken verschwunden, über die sich Anwohner lange Zeit geärgert haben.

Neubrandenburg.Endlich gehören zwei Schandflecke aus der Stadt der Vergangenheit an: So müssen sich die Bewohner der Unkel-Bräsig-Straße und Mudder-Schulten-Straße auf dem Datzeberg nicht mehr über das ehemalige Quelle-Häuschen ärgern, das lange leer stand (der Nordkurier berichtete).
Der Eigentümer des Containers habe den Abtransport wie vereinbart selbst vorgenommen, wie Grit Litfiel vom Bereich Marketing der Neubrandenburger Wohnungsgesellschaft (Neuwoges) auf Nachfrage erklärt. „Da ihm durch den Abbau des anderen Containers kein Strom mehr zur Verfügung stand, konnte er den Betonsockel und die Fundament-Betonplatte nicht gleich entfernen“, sagt sie weiter.
Der Eigentümer hat sich darum allerdings nun gekümmert. „Er musste mit den Stadtwerken klären, wie er für die erforderlichen Bohrhammertätigkeiten Strom bekommt“, fügt sie hinzu. Inzwischen erinnert nur noch eine kleine Fläche brauner Erde an den einstigen Container. Auch der Imbiss ist in den vergangenen Monaten demontiert worden (der Nordkurier berichtete). Die Neuwoges habe eine Nachsaat in Auftrag gegeben, so Grit Litfiel.
Auch in der Warliner Straße ist der Blick nun nicht mehr von den gut 60 Garagen verstellt, die dort jahrelang standen und nicht mehr genutzt wurden (der Nordkurier berichtete). Nachdem die illegalen Müllberge entsorgt wurden, sind die dortigen Garagen nun nach und nach abgerissen worden, sagt Dirk Schwabe, Chef des Städtischen Immobilienmanagements (SIM), auf Nachfrage. Insgesamt habe die Beräumung etwa 75 000 Euro gekostet.
Jetzt sei diese Gewerbefläche auf den Internetseiten der Stadt zu finden. Interessenten könnten sie kaufen. Über den Preis wollte Schwabe keine Auskünfte machen. Der sei verhandelbar, sagt er. Darüber hinaus sei er sich im Klaren, dass es in Neubrandenburg attraktivere Gewerbeflächen-Angebote gibt. „Aber vielleicht kann der Preis was bewirken“, meint er und plädiert zunächst fürs Abwarten. Was geschieht, wenn die Fläche weiterhin brach liegt, lässt er offen.

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p.jasmer@nordkurier.de