Insel-Flughafen Heringsdorf:

Die Rettung gibt's für einen Euro

Erst zierten sich die Heringsdorfer Gemeindevertreter, nun könnte es doch zur Beteiligung der Gemeinde am Flughafen kommen: 25,1 Prozent des defizitären Insel-Airports soll die Gemeinde übernehmen. Aber noch sind nicht alle überzeugt.

Die Gemeinde Heringsdorf will in den kreiseigenen Flughafen auf Usedom einsteigen. Für einen symbolischen Preis von einem Euro - und natürlich zu Bedingungen, die für die Gemeinde von Vorteil sind.
Stefan Sauer Die Gemeinde Heringsdorf will in den kreiseigenen Flughafen auf Usedom einsteigen. Für einen symbolischen Preis von einem Euro - und natürlich zu Bedingungen, die für die Gemeinde von Vorteil sind.

Heringsdorf. Ist das etwa die Wende beim Insel-Flughafen in Zirchow bei Heringsdorf? Um den defizitären Insel-Flughafen in Zirchow vor dem Aus zu retten, will Bürgermeister Lars Petersen (parteilos) unter bestimmten Bedingungen doch in den Inselairport einsteigen und den Landkreis Vorpommern-Greifswalder als Eigentümer damit entlasten. Doch die Gemeinde kann sich diese Investition nicht leisten. Was tun?

Einfach eine eigene Gesellschaft ins Boot holen. Im Falle von Heringsdorf ist das die Kaiserbäder Tourismus Service GmbH (KTS). Sie soll 25,1 Prozent der Anteile am Flughafen übernehmen - allerdings zum symbolischen Preis von gerade Mal einem Euro. Natürlich macht das die Gemeinde auch aus eigennützigen Gründen. Sie forden als Gegenzug vom Landkreis eine Bestandsgarantie des Airports für mindestens zehn Jahre und mindestens 250 000 Euro Zuschuss pro Jahr.

Doch trotz der konkreten Pläne aus dem Rathaus: Ob die Gemeinde diesen Schritt nun wirklich geht, steht noch nicht fest. Denn eine eigentlich für Donnerstagabend angesetzte Sitzung der Gemeindevertreter wurde kurzfristig wieder gestrichen. So dringend sei die Sache dann doch wieder nicht, hieß es zur Begründung. Tatsächlich sind aber wohl noch nicht alle Gemeindevertreter von der nun im Raum stehenden Lösung überzeugt.

Die will Bürgermeister Lars Petersen jetzt aber auch noch überzeugen. Er hofft auf eine "Signalwirkung" der Gemeinde-Entscheidung beim Landkreis und in Schwerin.

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