Schäden vermeiden:

Ab wann braucht der Computer Hitzefrei?

Über 30 Grad im Schatten bedeuten auch für Notebooks und Tablets Schwerstarbeit. Nutzer sollten mit ihrer Technik im Sommer geduldig sein.

Hitze kann der Computer-Elektronik schaden.
Andrea Warnecke

Affenhitze macht nicht nur denen vor der Tastatur zu schaffen. Auch unsere Werkzeuge und ständige Begleiter – Notebooks, Tablets, Smartphones oder PCs machen bei zu hohen Temperaturen schneller schlapp. Zunächst nimmt die Leistung ab. Im Extremfall drohen aber auch Schäden am Gerät, warnt Ralf-Peter Wolff, Computerfachmann aus Neubrandenburg.

Wenn sich die Umgebungstemperatur dauerhaft um zehn Grad erhöht, halbiert sich die Lebensdauer eines Computers, so rechnen Hardware-Experten.

Wenn der Lüfter aufjault, wird es gefährlich

Alle Warnzeichen für den bevorstehenden Hitzeschock eines Geräts sollten Nutzer daher ernst nehmen. Zum Beispiel ein plötzlicher Leistungssturz an warmen Sommertagen oder ein scheinbar grundloses Aufdrehen des Lüfters.

Direkt fühlen kann der Nutzer die innere Hitze seines Rechners nicht immer. Denn selbst wenn es im Gehäuse heiß wird, bleibt die Tastatur eines Notebooks oder der Touchscreen des Tabletts je nach Modell möglicherweise kühl. „Hohe Temperaturen bemerkt man beim Notebook am ehesten an der Unterseite“, erklärt Wolff. Man kann als Test, den Rechner einfach auf den Schoß stellen. Wird die Hitze nach 30 Sekunden unerträglich, braucht der Computer eine Runde „Hitzefrei“.

Unerwartete Komplett-Abstürze wegen zu großer Hitze sind heute relativ selten. Vorher schalten sich moderne Rechner meist selbst ab. Wer das Gerät am Badesee in die pralle Sonne stellt, es anschließend einschalten will, muss sich nicht wundern, wenn es gar nicht erst hochfährt. Die Schutzfunktion wird nicht mehr aktiviert, sobald das Gerät etwas Schatten und kühlere Luft bekommen.

Immer für genügend frische Luft sorgen

Es kann nicht schaden, die Sicherheitshinweise im Handbuch seines Computers zu lesen. Dort steht in der Regel auch, wie hoch die Umgebungstemperatur maximal sein darf. Ansonsten kommt es vor allem auf den Umgang mit dem Gerät an. Entscheidend ist, dass die warme Luft ungehindert entweichen kann. Das bedeutet: Der Rechner darf auf keinen Fall so auf einem Kissen oder einer Decke stehen, dass die Lüftungsschlitze verdeckt werden. Auch hinten oder seitlich angeordnete Schlitze sollten nicht blockiert oder zugestellt werden.

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