Essen aus dem Telefon:

Den Pizzaboten im Internet treffen

Döner, Pizza oder Sushi kann man heute auch per App bestellen. Das funktioniert in der Regel ähnlich gut wie per Netz oder Telefon, wenn man die Regeln beachtet.

Die Pizza wird imer öfter per Handy geordert.
Peter Kneffel Die Pizza wird imer öfter per Handy geordert.

Mal eben zum Telefonhörer greifen und beim Restaurant um die Ecke ein Essen bestellen: Vor allem in der Stadt ist das für viele Verbraucher längst ganz normal. Immer mehr Kunden lassen sich das Essen inzwischen auch über eine App kommen.

Das hat vor allem den Vorteil, dass Hungrige ihr Essen schon unterwegs ordern können, etwa auf dem Weg von der Arbeit nach Hause. Wer den richtigen Moment erwischt, trifft den Pizzaboten so direkt vor der Haustür. In geselliger Runde ist ein Smartphone oder Tablet außerdem schneller griff- und einsatzbereit als der PC.

Über eine halbe Million Nutzer

Diese Vorteile ziehen offenbar immer mehr Nutzer an. Mehr als 500 000 User haben zum Beispiel nach den Angaben bei Google Play die Android-Versionen der Apps von Pizza.de und Lieferheld heruntergeladen, mehr als 100 000 waren es bei den Konkurrenten Lieferando, Bringbutler und Lieferservice. Alle Apps sind kostenlos für iOS, Android und manchmal sogar für Windows Phone erhältlich.

Unterschiedlich hoch sind die Hürden für den Einstieg: Bei Lieferando muss sich der Nutzer zum Beispiel vor der ersten Bestellung erst auf der Website registrieren. Bei Pizza.de reicht es dagegen, während des Bestellvorgangs die Adresse einzutragen. Allerdings sind mit dem Service der Apps offenbar nicht alle Kunden zufrieden, wie ein kurzer Blick in die Kommentare bei Google Play und im App Store sowie in Diskussionen in einschlägigen Foren zeigt. Klagen kommen zum Beispiel, weil Bestellungen erst nach Stunden geliefert wurden. Theoretisch könnten Verbraucher den Preis für das Essen nach zu viel Wartezeit auch mindern. Welche Regeln dabei gelten, ist aber unklar.

Auch Restaurants per App reservieren

So lange müssen Hungrige hoffentlich nicht warten, wenn sie ganz traditionell ins Restaurant gehen, statt zu Hause auf die Pizza zu warten. Auch dafür gibt es inzwischen Apps wie Bookatable oder Opentable, mit denen der Nutzer einen Tisch bestellen kann. „Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass diese Reservierungssysteme funktionieren“, sagt Benedikt Wolbeck vom Hotel- und Gaststättenverband. Voraussetzung ist, dass die Restaurants auch an dem Online-Reservierungssystem teilnehmen. Außerhalb von Städten tun das aber nur wenige, sagt der Experte.

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