Unbedingt ins Kleingedruckte schauen:

Diese Gefahren lauern in Ihrem Internet-Vertrag

Schnelles Internet klingt verlockend in den Werbeprospekten. Aber oft kriegen Nutzer nicht das, was sie scheinbar gekauft haben. So vermeiden Sie es, vom Internet-Anbieter reingelegt zu werden.

Schnelles Internet daheim ist für viele Menschen ein Grundbedürfnis geworden.
Bodo Marks Schnelles Internet daheim ist für viele Menschen ein Grundbedürfnis geworden.

Durch attraktive Werbe-Slogans hoffen Internet-Nutzer auf schnelles Surfen. In der Realität weichen die Werte des Anschlusses aber oft deutlich von dem versprochenen Maximaltempo ab. Das hat auch die Bundesnetzagentur festgestellt, die Provider-Verträge im Rahmen einer Studie unter die Lupe genommen hat. Die Anbieter machen demnach kaum Aussagen zur  Datenübertragungsrate, so Bundesnetzagentur-Sprecher Michael Reifenberg.

Dabei müssen Provider vor Vertragsabschluss zumindest im Kleingedruckten über die wichtigsten technischen Leistungsdaten informieren.

Langsames Surfen muss man sich nicht gefallen lassen

Die tatsächlichen Bandbreiten weichen zum Teil deutlich von den beworbenen ab. Nur 16 Prozent der Test-Surfer konnten mit der vollen versprochenen Geschwindigkeit oder sogar noch schneller surfen.

Lahmendes Internet muss man nicht hinnehmen. Vor weiteren Schritten gilt es aber zu klären, ob nicht Faktoren bremsen, für die den Anbieter keine Schuld trifft, erklärt Katja Müller von der Verbraucherzentrale Berlin. Außerdem müsse die Verbindung dauerhaft lahmen. Ist das der Fall, setzt man dem Provider zunächst eine Frist zur Beseitigung der Beeinträchtigung, rät Verbraucherschützerin Müller.

Drosselung wird in der Fußnote angekündigt

Manche Anbieter drosseln ab einer bestimmten Volumenmarke gezielt die Geschwindigkeit. Rund um solche Praktiken ranken sich Prozesse, etwa wegen irreführender Werbung, weil in Werbeanzeigen die Hinweise auf eine Drosselung in Fußnoten platziert wurden. Wer viel herunterlädt oder solche Einschränkungen prinzipiell nicht hinnehmen möchte, sollte auf jeden Fall vorher das Kleingedruckte des neuen Vertrags genau studieren, rät Falko Hansen. „Da kann man sich vorher schlau machen.“