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Eine Kinoleinwand auf dem Schreibtisch

Wer am Computer mit vielen Anwendungen gleichzeitig arbeitet, stellt sich oft zwei Monitore nebeneinander. Es gibt aber auch PC-Displays im Format 21:9, die schon alleine fast 70 Zentimeter breit sind. Für wen lohnen sich die Riesen?

Viel Platz, aber anspruchsvoll: Zum flüssigen Spielen auf einem großen Monitor braucht der PC eine ordentliche Grafikkarte.
Andrea Warnecke Viel Platz, aber anspruchsvoll: Zum flüssigen Spielen auf einem großen Monitor braucht der PC eine ordentliche Grafikkarte.

Inzwischen gibt es Monitore im Format 21:9, die in der Breite fast 70 Zentimeter messen. Mindestens 400 Euro werden für solche Riesendisplays fällig. Interessant sind sie vor allem für Nutzer, die viele Programme und Dokumente gleichzeitig nutzen wollen, erklärt Timm Hoffmann vom IT-Verband Bitkom. Wer umfangreiche Tabellenkalkulationen, Grafiken oder Bilder bearbeitet, braucht oft jeden Zentimeter Platz. „Außerdem werden durch die Größe und die Auflösung auch Gamer und Filmfans angesprochen, die ihre Inhalte ohne schwarze Balken genießen möchten“, sagt der Experte.

Ein bisschen wie durch den Briefschlitz geschaut

21:9 entspricht zwar dem Cinemascope-Format aus dem Kino, am Schreibtisch ist es am Anfang aber trotzdem ein wenig ungewohnt. Man könne anfangs das Gefühl haben, „durch einen Briefschlitz zu schauen“, schreibt Stefan Porteck in der Computerzeitschrift „c‘t“. Er warnt: „Wer bislang an einem 22- oder 24-Zoll-Monitor gearbeitet hat, wird die 21:9-Displays wahrscheinlich als zu gedrungen empfinden.“

„Man muss schon etwas nach hinten rutschen, um alles zu sehen“ sagt auch Jenny Braune von der Stiftung Warentest. Viele Nutzer würden zwei kleinere, leicht angewinkelte Monitore als angenehmer empfinden. Für ein entspanntes Arbeiten sollten vor allem große Monitore seitlich drehbar und in der Höhe verstellbar sein.

Geteilter Bildschirm statt zweien

Bitkom-Experte Hoffmann hält es aus eigener Erfahrung aber gar nicht für nötig, den Monitor komplett im Blick zu haben: „Ich schiebe mir Grafiken, Word-Dokumente und anderes auf die linke Seite, rechts wird mir der Bildschirminhalt eines zusätzlichen Geräts angezeigt und in der Mitte die eigentliche Arbeitsfläche“, erklärt er. Wer mit zwei Rechnern arbeitet, müsse nicht mehr zwischen diesen hin- und herwechseln, sondern könne im Splitscreen-Modus beide gleichzeitig auf dem Schirm haben. Diese Funktion bieten fast alle Riesenmonitore.

Auf Verzögerungen beim Bildaufbau achten

Damit die hohe Auflösung auch beim Spielen zur Geltung kommt, braucht der PC eine leistungsfähige Grafikkarte. Bei sehr schnellen Spielen, zum Beispiel Shootern, könne es auf den breiten Displays außerdem zu minimalen Verzögerungen beim Bildaufbau kommen. Wer die vermeiden will, sollte beim Kauf des Monitors auf eine möglichst niedrige Reaktionszeit achten. Sie wird in der Regel in Millisekunden (ms) angegeben.