In eigener Sache:

Einige Leser verlieren ihren Zugang zum E-Paper

Das Bundesfinanzministerium untersagt der Mediengruppe Nordkurier, die elektronischen Ausgaben ihrer Zeitungen Abonnenten kostenlos dazuzugeben. Ob Sie betroffen sind, erfahren Sie hier.

Archiv Neue Einnahmequelle für die Staatskasse: digitales Lesen.

Die gute Nachricht zuerst: Am kommenden Mittwoch, 1. Oktober 2014, erhält die elektronische Ausgabe (E-Paper) unserer Zeitung ein neues Gesicht. Schneller, einfacher zu bedienen und endlich auch für Smartphones und Android-Geräte. 

Gleichzeitig werden ab diesen Tag einige Leserinnen und Leser ihre Ausgabe nicht mehr am Bildschirm lesen können. Das Bundesfinanzministerium untersagt unserem Medienhaus, in dem u.a. der Nordkurier und der Uckermark Kurier erscheinen, Abonnenten der gedruckten Zeitung das jeweilige E-Paper kostenlos dazuzugeben. Eine Praxis, die in Deutschland bei vielen namhaften Verlagshäusern bislang üblich war. 

Unverständnis bei Verlagen

Hintergrund ist eine Neuregelung im Ministerium, wie zukünftig mit unterschiedlichen Mehrwertsteuersätzen umgegangen wird. Die gedruckte Zeitung wird mit sieben Prozent berechnet, das E-Paper - obwohl ein identisches Abbild - mit 19 Prozent. In der Regierung ist man der Ansicht, die elektronische Ausgabe sei ein eigenständiges Produkt und bedürfe deshalb eines eigenen Preises und müsse extra ausgewiesen werden. Die Geschäftsleitung der Mediengruppe Nordkurier ist darüber verärgert. Lutz Schumacher, Chefredakteur und Geschäftsführer: "Das E-Paper ist das 1:1-Abbild der gedruckten Zeitung." Von einem eigenständigen Produkt könne keine Rede sein.

Keine Abo-Preiserhöhung

Um eine Preiserhöhung für Abonnenten zu vermeiden, wird aus dem E-Paper ein Kombi-Angebot. Für 3,75 Euro im Monat erhalten Abonnenten Zugang zum E-Paper im Web und als App. Dazu genügt eine kurze Bestellung am Lesertelefon unter der kostenfreien Nummer 0800 4575-000  oder schreiben Sie uns eine E-Mail an leserservice@nordkurier.de

Eine automatische Abbuchung findet nicht statt. 

Sind Sie betroffen?

Nicht betroffen vom Vorgehen der Finanzbehörden sind Digital-Abonnenten (alle digitalen Produkte haben denselben Steuersatz) und Print-Abonnenten, die das E-Paper nicht nutzen. Für sie ändert sich nichts. 

 

Weiterführende Links

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Kommentare (1)

Sehr verehrte Damen und sehr geehrte Herren, auch wenn Ankündigungen in ihrem Blatt erschienen, bin ich doch als Jahrzehnte lang treuer Kunde enttäuscht über den Umgang mit Ihren Stammkunden. Mein Wunsch wäre gewesen, dass Sie zu diesem Kundenkreis persönlich und vertrauensvollen Direktkontakt suchen. Zu jedem Geburtstag erhalte ich Grußschreiben. Ein schlagendes und Kunden bindendes Angebot wäre es gewesen, den Beziehern des Jahresabo`s bis zur neuen Rechnungslegung den Zugang zur elektrnischen Ausgabe weiterhin zu ermöglichen. Sie werben doch auch sonst mit Vergünstigungen? Warum nicht Ihrem Stammkundenkreis einmal ein Bonbon servieren. Einfach den Zugang abschalten und keinen persönlichen Brief zu senden? Keine Art und Weise. Ihre Mitarbeiterin am Servicetelefon hatte mir am 01.10.2014 versprochen eine Information zuzusenden, wie ihre Entscheidung über den Vertrauensbonus ausfällt. Leider habe ich keine Nachricht erhalten. Ich hoffe, dass Sie durch ihr Vorgehen nicht die treuesten Kunden verlieren und grüße recht herzlich.