Mit einem Klick:

Kleidung virtuell anprobieren

Mode vor dem PC zu Hause aussuchen ist praktisch. Wäre da nicht das Problem mit der richtigen Größe. Mit neuen Online-Tools soll aber auch das klappen.

Beim Anprobieren von Kleidung ist bislang das Geschäft noch praktischer.
Jens Schierenbeck

Auspacken, anprobieren, zurückschicken: Wer online Kleidung bestellt, muss sich meistens mehrere Größen schicken lassen. Denn verlässlich sagen kann der Kunde nicht, ob diese ihm passen werden. Nach Schätzung des Handelsverbands Deutschland werden neun Prozent aller Kleidungsstücke derzeit über Internetportale bestellt. Davon werden etwa 40 Prozent zurückgeschickt.

Das versuchen bereits manche Portale zu umgehen, indem sie ihren Kunden virtuelle Anprobierhilfen an die Seite stellen.

Zusammen mit Asaf Moses hat der Berliner Sebastian Schulze ein Tool namens "UPcload" entwickelt. Damit können Verbraucher herausfinden, welche Größe sie mit ihren Maßen bei einem Hersteller bestellen müssen. "Dazu muss der Nutzer auf der Internetseite des Versandhauses auf den entsprechenden Button klicken und demografische Daten von sich - wie Alter, Geschlecht, Gewicht und Körpergröße - in die vorgefertigte Maske eingeben", erklärt Schulze. "Am Ende des Tools erhält er innerhalb von 20 Sekunden eine Empfehlung, welche Kleidergröße er bestellen sollte." Nutzen kann man UPcload derzeit unter anderem auf Otto.de, bei The North Face oder Hemdschneider.de.

Gut passende Modelle als Vorlage

Ähnlich funktioniert der "Jeans Finder" von Macy's: Er kombiniert demografische Angaben mit Fragen nach dem bevorzugten Kleidungsstil. Außerdem gibt es Tools, die mit Referenzstücken arbeiten: So etwa die App von Shoefitr, die auf Basis gut passender Modelle, die der Kunde bereits besitzt, Schuhe mit gleichen Maßen vorschlägt.

Das Unternehmen Human Solutions arbeitet an einer anderen Methode: Mit dem Tool "Vidya" soll sich Kleidung an Menschen simulieren lassen. Das Programm stelle unterschiedliche Stoffe, Schnitte sowie die Faltenwürfe realistisch dar. Derartige Körperscanner werden auch von Bodymetrics oder Styku angeboten. Wie realistisch diese Scanner derzeit tatsächlich Kleidung am Menschen nachbilden können, ist aber umstritten.

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