Helfer-Tools fürs Desktop:

Mit wenigen Handgriffen die Oberfläche selbst gestalten

Der erste Eindruck zählt – selbst beim PC-Desktop. Jeder hat da seine eigenen Vorstellungen. Das fängt beim Hintergrundbild an und hört bei den Programm- und Ordner-Symbolen noch lange nicht auf. 

Mit diversen Tools können sich Nutzer leicht vom optischen Einheitsbrei des Windows-Desktops abgrenzen.
Franziska Koark Mit diversen Tools können sich Nutzer leicht vom optischen Einheitsbrei des Windows-Desktops abgrenzen.

Windows bietet dem Nutzer einiges an Möglichkeiten, um den Desktop persönlich zu gestalten. Noch mehr Spielraum bekommt man mit einigen kleinen, kostenlosen Programmen. Was die meisten Nutzer zuerst verändern wollen, ist wohl der Bildschirm-Hintergrund. Zwar liefert Windows einige schöne Motive, doch eigene Bilder versprechen mehr Individualität.

Noch mehr Abwechslung bietet John‘s Background Switcher, sagt Karsten Bunz von der Zeitschrift „Chip“. Das Tool zaubert nicht nur Bilder vom Rechner, sondern auch aus dem Internet – etwa von Flickr – in einer Diashow auf den Bildschirm.

ViStart, Start Menu 8 oder Power8 bringen das Startmenü zurück

Wer bei Windows 8 oder 8.1 den klassischen Start-Knopf und seine Funktionen vermisst, bekommt ihn gleich mit mehreren Programmen wieder, sagt André Hesel von der „Computerbild“. Da gibt es das bewährte Tool Classic Shell. Aber auch Programme wie ViStart, Start Menu 8 oder Power8 bringen das gewohnte Startmenü zurück.

Liebhaber von Sidebars und Widgets, wie es sie bei Vista und Windows 7 gab, können diese auch unter Windows 8 nutzen. Dafür empfiehlt Karsten Bunz das 8GadgetPack. Das bringt auf einen Blick Infos wie Mail-Eingang, Wetter oder CPU-Auslastung auf den Schirm. Auch Rainmeter zeigt viele Infos an und kann die Windows-Optik verändern. Bildschirmarbeitern empfiehlt Bunz das schicke Outlook on the Desktop, das Kalender und Aufgabenplaner im Hintergrund anzeigt.

Das bekannte Phänomen des Desktop-„Zumüllens“ mit Dateien, Shortcuts und Programmstart-Symbolen macht nicht nur den Rechner langsam. Dieser Angewohnheit wirken gleich mehrere Tools entgegen. André Hesel weist etwa auf Fences hin, das mehrere Felder auf dem Desktop einrichtet, in die man die Icons sortiert – etwa ein Feld für Textdateien, eines für Bilder und eines für Programmstart-Symbole.

Hilfe für aufgeräumte Schreibtische

Einen aufgeräumten Desktop und schnellen Zugriff verspricht auch RocketDock. Das Tool ergänzt Windows um eine Schnellstartleiste im Stil von Mac OS X. Die kann an einem beliebigen Desktoprand platziert werden. Programme zum Starten zieht man einfach hinein.

Wer viele Symbole auf dem Desktop angeordnet hat und diese gerne auch in Reih und Glied behalten und nicht bei jedem Windows-Update verlieren möchte, sollte sich DesktopOK ansehen. Das Programm speichert die Symbole in der Ordnung, in der man sie haben möchte – und stellt die Ordnung auf Wunsch auch wieder her.

Virtuelle Desktops mit zusätzlichen Arbeitsflächen

Ist ein Bildschirm zu wenig zum Arbeiten, muss nicht gleich ein zweiter oder dritter Monitor her. Es gibt sogenannte virtuelle Desktops mit zusätzlichen Arbeitsflächen. Tools dafür sind etwa das kostenlose Desktops von Microsoft, sagt Bunz oder auch VirtuaWin, Finestra Virtual Desktops oder Dexpot. Nach der Installation kann man per Mausklick zwischen verschiedenen Arbeitsflächen wechseln. Je nach Tool stehen vier bis acht Arbeitsflächen zur Verfügung, in denen man beliebige Fenster und Icons platzieren kann.

Bei aller Gestaltungsfreude sollte man aber nicht vergessen, dass der Rechner ab und zu aufgeräumt werden sollte – gerade wenn man viele Tools installiert und deinstalliert. Ratsam ist etwa ein regelmäßiges Defragmentieren der Festplatte, etwa mit dem Windows-Bordmittel oder mit Programmen wie Defraggler. Um mit Dateileichen oder Softwarefragmenten, die auch nach der Deinstallationen übrig bleiben können, aufzuräumen, empfiehlt André Hesel Programme wie den CCleaner oder auch den Privazer.

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