Entwicklerkonferenz:

Neue Facebook-Funktionen sollen Nutzer binden

Mit einem groß angelegten Zehnjahresplan will Facebook seine Stellung als führende Kommunikationsplattform ausbauen. Als erster Schritt soll der Messenger von Facebook für Unternehmen geöffnet werden.

Künftig soll es für Firmen möglich sein, über den Facebook-Messenger Kunden direkt anzusprechen, die dann dort gleich einkaufen und bezahlen können.
Jens Büttner Künftig soll es für Firmen möglich sein, über den Facebook-Messenger Kunden direkt anzusprechen, die dann dort gleich einkaufen und bezahlen können.

Facebook führt Innovationen ein, die seine 1,6 Milliarden Nutzer noch länger auf der Plattform des Online-Netzwerks halten sollen. So bekommen Unternehmen die Möglichkeit, mit ihren Kunden über den Kurzmitteilungsdienst Messenger zu chatten. Live-Videos können künftig auch direkt von vernetzten Kameras zum Beispiel auf Drohnen übertragen werden.

Der Messenger überschritt jüngst die Marke von 900 Millionen Nutzern. Zu Facebook gehört auch der Kurzmitteilungsdienst WhatsApp, der über eine Milliarde Nutzer hat. Über beide zusammen würden pro Tag mehr als 60 Milliarden Nachrichten umgeschlagen, bei der SMS seien es in der Spitze insgesamt nur 20 Milliarden täglich gewesen.

Anmeldung ohne Eingabe eines Passworts

Eine weitere Ankündigung zum Auftakt von Facebooks Entwicklerkonferenz F8 war das Konzept einer 360-Grad-Kamera, die mit 17 Objektiven zwei Stunden Video in hoher Qualität aufzeichnen kann. Facebook wolle nicht selbst Kamerahersteller werden, sondern werde die Hardware-Pläne für das rund 30 000 Dollar teure Gerät und die nötige Software kostenlos veröffentlichen, sagte Produktchef Chris Cox.

Als eine weitere Neuerung bekommen App-Entwicklern die Möglichkeit, in ihre Anwendungen eine Anmeldung über Facebook ohne Eingabe eines Passworts einzubauen. Nötig ist lediglich eine E-Mail-Adresse oder eine Telefonnummern, an die ein Code geschickt wird. Außerdem gibt es künftig direkt bei Facebook eine Speicherfunktion für Inhalte, die man sich später noch einmal ansehen will - ähnlich wie sie Dienste wie Pocket, Evernote oder Instapaper anbieten.

 

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung