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So gelingt der Schnappschuss vom Naturschauspiel

Hobbyfotografen aufgepasst: Ohne Sonnenfilter sollte man Auge und Kamera auf keinen Fall auf die Sonne richten. Den Sonnenschutz kann man sich leicht selber bauen, die Folien gibt es im Fachhandel. Das Smartphone kann in der Tasche bleiben.

Auf diese Weise kann man einen Sonnenfilter für ein Objektiv selbst basteln (von links oben nach rechts unten): Man nehme zwei weiße Bögen Karton und schneide daraus zwei Ringe. Das Loch in der Mitte muss so groß wie die Öffnung des Objektivs sein. Danach wird ein etwa 10 Zentimeter breiter Pappstreifen um die Objektivöffnung gelegt. So entsteht ein Tubus, dessen Enden miteinander verklebt werden.
Klaus-Dietmar Gabbert Auf diese Weise kann man einen Sonnenfilter für ein Objektiv selbst basteln (von links oben nach rechts unten): Man nehme zwei weiße Bögen Karton und schneide daraus zwei Ringe. Das Loch in der Mitte muss so groß wie die Öffnung des Objektivs sein. Danach wird ein etwa 10 Zentimeter breiter Pappstreifen um die Objektivöffnung gelegt. So entsteht ein Tubus, dessen Enden miteinander verklebt werden.

Bis zu 80 Prozent des Himmelskörpers werden am Freitagvormittag durch den Mond verdeckt sein. Eine seltene Gelegenheit für Fotografen, ihre Kameras auf die Sonne zu richten. Um Schäden für Augen und Ausrüstung zu verhindern, sollte das nicht ohne einen geeigneten Sonnenfilter passieren, rät Christian Gritzner, Ingenieur beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Wichtig ist es, den Filter vor das Objektiv zu setzen. Von Folien für den Kamerasucher oder das Okular von Ferngläsern und Teleskopen rät der Forscher dringend ab. „Das ist ganz gebündeltes intensives Sonnenlicht“, warnt er. Im schlimmsten Fall drohen Schäden am Kamerasensor oder den eigenen Augen.

Aluminisierte Filterfolie ab etwa 25 Euro

Die Filter gibt es in vielen Ausführungen im Fachhandel, sie lassen sich aber auch leicht selbst basteln – passgenau für jeden Kameratyp. Im Handel gibt es dafür aluminisierte Filterfolie. Sie ist ab etwa 25 Euro zu haben. Zusammen mit stabilem Karton und Klebstoff entsteht der passende Aufsatz.  Die Experten der Fachzeitschrift „c’t Digitale Fotografie“ raten übrigens zur Folie „Astro-Solar ND5.0“.

Geringer Iso-Wert

Aber nicht mit jeder Kamera gelingen gute Bilder der Sonnenfinsternis. „Das Smartphone kann getrost in der Tasche bleiben“, heißt es beim Photoindustrie-Verband. Dem Telefon mangelt es nämlich am nötigen Zoom. Eine Superzoom-, System- oder Spiegelreflexkamera sollte es schon sein. Sonst erscheint die Sonne nur als kleiner Punkt auf dem Foto. Bei der Brennweite empfehlen die Experten mindestens 400 Millimeter (Kleinbildformat). Falls die Kamera es unterstützt, sollte über die Belichtungssteuerung ein geringer ISO-Wert gewählt werden. An die richtige Verschlusszeit tastet man  sich dann heran.

Achtung: Rußige Glasplatten sind kein Schutz!

Eine Warnung an alle Hobbyfotografen zum Schluss: Filmschnipsel und mit Ruß geschwärzte Glasplatten sind kein geeigneter Sonnenfilter. „Sie lassen die schädliche Wärmestrahlung fast ungehindert passieren“, warnt Frank Sohl vom DLR. „Solche antiquierten Systeme dürfen unter gar keinen Umständen verwendet werden.“

Als Augenschutz rät er zu speziellen Sonnenfinsternisbrillen aus dem Fachhandel. Schließlich will ja auch der passionierteste Hobbyfotograf die Sonnenfinsternis nicht nur gefiltert durch das Objektiv sehen.

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