Internet-ABC:

So starten Kinder wohlbehütet in die Internetwelt

Das World Wide Web bietet Kindern tolle Möglichkeiten. Allerdings lauern dort auch Gefahren, die es zu umschiffen gilt.

Das Internet steckt nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Kinder voller Möglichkeiten.
Initiative "Schau hin!" Das Internet steckt nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Kinder voller Möglichkeiten.

Ein Smartphone in jeder Tasche, persönliche Daten in der Cloud, und inzwischen gehen sogar Fernseher ins Netz: Digitale Technologien haben das Leben mächtig auf den Kopf gestellt – und werden es in Zukunft sogar noch schneller tun. Das glaubt nach einer Aris-Umfrage im Auftrag des IT-Verbands Bitkom zumindest jeder zweite Bundesbürger (49 Prozent). Wer mit dieser Dynamik offenbar spielerisch zurechtkommt, sind Kinder und Jugendliche.

Berührungsängste, was Computer, Smartphones und Internet angeht, kennen sie nicht. „Bedienkompetenz bedeutet aber noch lange nicht Medienkompetenz“, warnt Buchautor Thomas Feibel, der das Berliner Büro für Kindermedien betreibt. Medienkompetenz ist aber nicht nur für den Nachwuchs, sondern auch für die Eltern wichtig. „Eltern müssen nicht alles wissen. Aber sie sollten sich schlaumachen“, findet Kristin Langer, Mediencoach bei der Initiative „Schau Hin! Was dein Kind mit Medien macht“. Ein großer Bereich, der Kinder am Internet fasziniert, sind zum Beispiel Apps und Spiele. Hier kann man sich auf verschiedenen Portalen Bewertungen von unabhängigen Experten ansehen, erklärt Langer. So etwa Gigamaus.de, Internet-ABC.de, Spielbar.de, Klick-tipp.net. Das Familienministerium gibt außerdem die Broschüre „Spiel- und Lernsoftware pädagogisch beurteilt“ heraus, die Eltern auf der Webseite des Ministeriums bestellen oder herunterladen können.

Zugriff mit Filtersoftware einschränken

Eine konkrete Altersempfehlung, wann ein Kind mit dem Entdecken des Internets beginnen darf, könne man nur schwer geben, sind sich Experten einig. Auf jeden Fall müssen Eltern nicht sofort alle Gefahren des Netzes erklären. „Sinnvoll ist aber, wenn Eltern ein Bewusstsein dafür schaffen, dass es im Internet auch Schattenseiten gibt“, rät Stephan Stengel von der Initiative Klicksafe. Für den Anfang empfiehlt er Filterprogramme, die nur einzelne Webseiten oder Suchmaschinen freigeben und so das Surfen in einem geschützten Raum ermöglichen. Experten sprechen von Whitelists.

Mit zunehmenden Alter könnten dann Blacklist-Filter eingesetzt werden, die den Zugriff auf das Netz generell erlauben, problematische Angebote aber blockieren. Gute Filtersoftware bietet die Möglichkeit, das Alter einzustellen und so den Zugriff unterschiedlich stark zu reglementieren. „Eltern sollten sich nicht allein auf technische Lösungen verlassen, sondern den vernünftigen und sicheren Umgang mit Medien in der Erziehung zum Thema machen.“

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