Was sich den Verbraucher nun ändert:

Telekom verkauft T-Online

Einst war es für Millionen die Brücke ins Internet. Nach der Veräußerung, soll sich nur wenig ändern.

Der Hauptistz von T-Online in Darmstadt. Der Werbevermarkter Ströer ist nun neuer Besitzer des meistgenutzten deutschen Webportals T-Online.
Martin Gerten Der Hauptistz von T-Online in Darmstadt. Der Werbevermarkter Ströer ist nun neuer Besitzer des meistgenutzten deutschen Webportals T-Online.

 Es ist lange her – aber für die Deutsche Telekom war die frühere Tochterfirma T-Online einst eine Perle. Das Internet und seine Geschäftsmöglichkeiten entfachten eine wahre Euphorie in der Branche und ließen die Börsenwerte von Internetfirmen in die Höhe schießen. Davon wollte auch die Telekom profitieren, die ihre Tochter vier Jahre nach ihrem eigenen Börsengang mit einem Anteil von rund 10 Prozent an den Kapitalmarkt brachte.

Rund 15 Jahre später erfolgt der Schnitt: Für die Telekom gehört der Bereich schon lange nicht mehr zum Kerngeschäft. Seit Monaten kursierten Gerüchte, dass das Unternehmen vor einem Verkauf von T-Online stehe. Genannt wurden Interessenten wie unter anderem auch der Springer Verlag. Jetzt schlägt der Werbevermarkter Ströer zu. Als Gegenleistung erhält die Telekom eine Beteiligung von voraussichtlich 11 bis 13 Prozent an Ströer.

Das Internet-Zugangsgeschäft spielt bei T-Online inzwischen keine Rolle mehr. Aber T-Online ist dennoch das meistbesuchte deutsche Webportal. Und zudem laufen noch heute rund 30 Millionen E-Mail-Adressen unter dem Namen T-Online. Für die Nutzer ändere sich nichts, der E-Mail-Dienst werde weiterhin von der Telekom auf ihren Servern betrieben, betonte der Bonner Konzern eindringlich.

Zugleich wählen sich viele über das Portal in ihre Mailbox ein. Das sei ein „nachhaltiger Traffic-Garant“, sagt Ströer-Chef Udo Müller. Zu einer digitalen Litfaßsäule solle das „reine Medienangebot“ T-Online auch unter neuer Regie nicht werden: „T-Online ist bereits maximal mit Werbung befüllt. Wenn wir etwas verändern, würden wir eher Werbung reduzieren.“ Auf Kundendaten bekomme Ströer keinen Zugriff, betont er.

 

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