„Entente Florale“ - Prenzlau blüht auf


Wandern, ruhen, toben und genießen, der Prenzlauer Stadtpark bietet derzeit nicht nur ein süßes Dufterlebnis für seine Besucher, sondern auch das Auge kommt ganz auf seine Kosten. Das große Rosenbeet mit seinen gelben und rosafarbenen Blüten ist schon ein kleiner Vorgeschmack auf die bevorstehende Landesgartenschau 2013. Foto: Katja Müller
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„Es ist keine Luftblase, die morgen zerplatzt“
Wettbewerb. Mit vereinten Kräften wird aus Prenzlau eine blühende Oase. Nun muss die Stadt den kritischen Blicken der "Entente Florale"-Jury standhalten.
Von Katja Müller
Prenzlau. Der Endspurt für den Stadtverschönerungswettbewerb
"Entente florale" hat begonnen. Mit Hochdruck arbeiten unter anderem die Angestellten der Garten- und Landschaftsbaufirma Pasewalk noch heute an der Rasenfläche hinter dem Schwimmbad. "Damit am Freitag alles schön grün ist, kommt vorher Rollrasen auf die Flächen", erklärten Heiko Roßmanneck und Rico Guderjan.
Auf dem Marktberg bietet sich ein Blick über tausende Blumenköpfe auf die St. Marienkirche.
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Noch laufe alles nach Plan, heißt es von den Experten der grünen Zunft. In der Verwaltung gibt es ebenfalls keine Bedenken: "Es wurde ein Finanzrahmen von maximal 30.000 Euro gesteckt, und momentan habe wir den nicht ausgeschöpft. Es ist noch ein bisschen übrig", sagte Andreas Heinrich. Das Geld sei allerdings für eventuelle Notfälle oder kleine Reparaturen kurz vor Beginn.
Einen letzten prüfenden Blick werden die Mitarbeiter der Stadt morgen Früh auf die Beete und Rabatten entlang der Besichtigungsroute werfen. Denn pünktlich zum Finale von "Prenzlau blüht auf", bei dem morgen ab 8.30 Uhr die Jury des Wettbewerbs die Kreisstadt unter die Lupe nimmt, soll es an allen Ecken blühen und grünen. "Wir haben einen kleinen Reisebus gemietet, alles zu Fuß abzulaufen, wäre etwas viel", sagte Heinrich und verwies zudem auf einen straffen Zeitplan.
"Durch das Stadtfest ist es nicht so einfach, überall auf dem schnellsten Wege hinzukommen." Ein Manko, dass die Stadt gern in Kauf nimmt. So haben möglichst viele Gäste und Einheimische die Gelegenheit, die blühende Stadt zu bestaunen. Da nach der Rundreise durch Prenzlau weitere Orte auf der Liste stehen, wird es am Freitag keine endgültige Entscheidung von den Juroren geben.
Die Knirpse aus der Montessori-
gruppe der Kita Kinderland bestaunten die Rabatten vor dem ehemaligen Warmbad an der Uckerpromenade.
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Die Mitglieder werden sich lediglich für die einzelne Bewertung der Stadt ins Dominika- nerkloster zurückziehen. Das Ergebnis bleibe geheim. Die Chancen der Stadt Prenzlau schätzt Heinrich als sehr gut ein: "Wir haben auf eine vielschichtige Akzentuierung gesetzt. Neben den öffentlichen Plätzen wurden auch sehr viele private Anlagen verschönert", sagte der Bauamtsleiter. Alles habe auf seine Art eine spezifische Bedeutung, ergänzte er. Gleichzeitig lobte er das Engagement der Vereine und Unternehmen, die sich in diesem Rahmen für die Stadt engagiert haben.
Er bedauerte auch, dass nicht alle blumigen Ecken persönlich von der Jury begutachtet werden. In der Bereisungsmappe, die jedes Jurymitglied erhält, werden aber alle Projekte aufgeführt. "Wir haben hier schließlich keine Potemkinschen Dörfer, auch neben der Reisestrecke ist es schön", betonte der 51-Jährige.
Heiko Roßmanneck (links) und Rico Guderjan von der Firma Garten- und Landschafts-
bau Pasewalk bekämpften das Unkraut am Schwimmbad.
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Wie das Urteil der Jury auch ausfällt, in Prenzlau habe die "Entente Florale" viel bewegt, was über einen Sommer hinaus bestehen bleibt, ist er sich sicher. Dazu gehöre nicht nur die Gestaltung des Innenhofes der Kreisverwaltung oder das Rosenboot des Verkehrsvereins.

"Die Kleingärtner werden ebenso wie die Mieter der Wohnungsgesellschaften auch nach dem Wettbewerb florale Akzente setzen. Die Projekte und somit auch die Verantwortung sei auf breite Schultern verteilt worden. "Die Vereine, Initiatoren und Gewerbetreibenden werden die Anlagen weiterhin pflegen", ist sich Heinrich sicher und meint: "Es ist keine Luftblase, die morgen zerplatzt."

Aus: Uckermark Kurier, 9. Juli 2009
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