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Fortuna dominiert im Landesderby

In der Ostsee-Spree-Liga feiern die Neubrandenburger Handballer den ersten Saison-Erfolg. Die Loitzer stehen dagegen beim Aufsteiger HC Spreewald auf verlorenem Posten.

Der Neubrandenburger Marcus Deutsch beim Wurf. Fortuna gewann das Landesderby gegen Stralsund.
Heiko Brosin Der Neubrandenburger Marcus Deutsch beim Wurf. Fortuna gewann das Landesderby gegen Stralsund.

Daran geglaubt haben wenige, geklappt hat es trotzdem! Die Ostsee-Spree-Liga-Handballer vom SV Fortuna ´50 Neubrandenburg haben das Landesderby gegen den Stralsunder HV in der ausverkauften Sporthalle an der Hochschule mit 22:20 (12:9) gewonnen, und damit den ersten Saisonsieg perfekt gemacht. „Derbypunkte sind immer etwas schöner als andere“, sagte ein strahlender Fortuna-Trainer Helmut Wilk nach der Partie.

Und es war ein verdienter Sieg für die Neubrandenburger, die fast das komplette Spiel vorn lagen. Ab dem 5:5 (10.) war Stralsund bis zum 20:21 kurz vor dem Ende nie dichter dran als auf zwei Tore. „Ich dachte nur, nicht wieder ein Unentschieden. Zum Glück hat uns Jakob Hafemann dann erlöst“, sagte Fortuna-Betreuer Hans Müller.

In den ersten beiden Saisonspielen hatten die Neubrandenburger selbst erst kurz vor Abpfiff jeweils ein Remis herausgeholt. „Das war ein Spiel auf höchstem Niveau. Wir standen gut in der Abwehr und hatten mit Thilo Prodoehl einen starken Torwart. Mit Felix Klepp und Torben Ehlers haben außerdem zwei unserer wichtigsten Akteure ein sehr gutes Spiel gezeigt“, so Coach Wilk. Überzeugend auch Fortuna-Kreisläufer Stefan Stolt, der sich mehrfach gegen die körperlich überlegenen Stralsunder Abwehrspieler durchsetzte. Und das, obwohl es in dieser Partie nichts geschenkt gab. Beide Mannschaften kassierten acht Zeitstrafen und jeweils eine rote Karte.

Am kommenden Wochenende haben es die Fortunen schon wieder mit einem Drittliga-Absteiger zu tun, dann spielen sie beim LHC Cottbus.

Drei Spiele, zwei Niederlagen, ein Trainerwechsel. Bei den Ostsee-Spree-Liga-Handballern des HSV Peenetal Loitz kann man dagegen in der Tat von alles anderem als einem gelungenen Saisonauftakt sprechen. Nach der 22:28 (10:16)-Auswärtsniederlage der Schützlinge von Interimscoach Tino Kühl bei Aufsteiger HC Spreewald sind die Loitzer zunächst einmal in das untere Tabellendrittel abgerutscht. „Ich hatte meinen Jungs gesagt, dass wir auf einen Gegner treffen werden, der bis in die Haarspitzen motiviert sein wird. Der Liganeuling iwollte in jedem Fall die beiden Niederlagen zum Auftakt korrigieren. Und so kam es dann auch – der HC Spreewald stemmte sich uns mit 110 Prozent entgegen und bei mir haben nicht alle die richtige Einstellung zum Spiel gefunden. Wenn dann noch in einigen Situationen das Glück beim Gastgeber dazukommt, verlierst du so ein Spiel auch relativ deutlich“, fand Trainer Kühl klare Worte.