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Abschluss. Die G8 wollen 60 Milliarden Dollar für Gesundheitsversorgung in Entwicklungsländern geben. Die Demonstranten beenden den Protest zufrieden.
Heiligendamm (dpa/ddp). Zum Abschluss des G8-Gipfels in Heiligendamm haben sich die führenden Industrienationen zu ihren Zusagen für Afrika und zur Zusammenarbeit mit China, Indien, Brasilien, Mexiko und Südafrika bekannt. Die Bundeskanzlerin und G8-Präsidentin Angela Merkel (CDU) wertete den Weltwirtschaftsgipfel als Erfolg. „Ich sage, es war ein erfolgreicher Gipfel, weil weitreichende Beschlüsse gefasst worden sind.“
Um die Folgen von Aids, Malaria und Tuberkulose zu lindern, geben die G8-Staaten 60 Milliarden Dollar (knapp 45 Milliarden Euro). Bei der klassischen Entwicklungshilfe gingen sie dagegegen keine neuen milliardenschweren Verpflichtungen ein. Aufstrebende Nationen in Asien und Südamerika sperrten sich gestern gegen verbindliche Pläne einiger G8-Staaten, den Ausstoß von Treibhausgasen drastisch zu verringern.
Hilfsorganisationen und Umweltschützer warfen der G8 Versagen auf der ganzen Linie vor. Die Demonstrationen ebbten bereits am Nachmittag merklicH ab. Die Blockaden rund um den abgesperrten Gipfelort lösten sich größtenteils auf. Die Protest-Organisatoren werteten ihre Aktionen als Erfolg. Zu einer Abschlusskundgebung in Rostock kamen etwa 4000 Menschen.
Die Polizei hat rund um den G8-Gipfel etwa 1060 G8-Gegner in Gewahrsam genommen. Wie der Leiter der G8-Polizeieinheit Kavala, Knut Abramowski, gestern in Rostock sagte, kamen 140 Personen nach Richterbeschluss in Langzeitgewahrsam. Von 87 angemeldeten Versammlungen wurden 77 genehmigt. Trotz Verbots waren in den vergangenen Tagen Tausende Demonstranten in die Sperrzone eingedrungen. Das Ziel des Polizeieinsatzes, die Sicherheit der Staatsgäste und einen störungsfreien Verlauf des G8-Gipfels sicherzustellen, sei dennoch erreicht worden, betonte Abramowski.
(Nordkurier, 09.06.2007)
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