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Ken
Macdonald Foto: wk
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Welche positiven Auswirkungen hat ein G8-Gipfel auf die Region, in der er stattfindet? Was können die Verant
wort- lichen vor Ort tun, um den Gipfel als Plattform für das eigene Marketing zu nutzen? Mit Ken Macdonald, dem Chef des Wirtschaftsressorts im Verwaltungsbezirk Perth and Kinross, zu dem Gleneagles gehört, sprach Wiebke Klumker über seine Erfahrungen vor und nach dem G8-Gipfel 2005.
Welche messbaren wirtschaftlichen Effekte des Gipfels sehen Sie jetzt, anderthalb Jahre nach dem G8-Treffen, hier in der Region?
Einen messbaren Effekt gibt es nicht. Das war auch nicht zu erwarten. Ich habe den G8-Gipfel von vornherein nur als Ergänzung unserer Marketing-Strategie für die Region verstanden. Wenn man seine Region als Ort darstellen will, an dem große Kongresse erfolgreich gemanagt werden, wenn man als Teil einer Veranstaltung wahrgenommen werden will, die von der Wirtschaft als etwas Gutes angesehen wird, dann ist der G8-Gipfel die richtige Plattform.
Es gibt keine positiven Folgen für die Wirtschaft vor Ort?
Es wäre geradezu töricht anzunehmen, dass eine dreitägige Veranstaltung neue Unternehmen und Touristen in die Region bringt. Der Ehrgeiz der Leute, die dies erwarten, ist einfach zu groß.
Was sind denn realistische Erwartungen, die an einen G8-Gipfel geknüpft werden können?
Der Gipfel verschafft einer Region ein paar Tage internationales Rampenlicht. Währenddessen kannst du dir ein paar Journalisten und Politiker schnappen und ihnen Informationen über deine Gegend geben. Sie werden dann eines Tages wiederkommen oder auch nicht. Der Gipfel hilft dir auch, deine Glaubwürdigkeit zu erhöhen. Das Treffen in Gleneagles gilt als extrem erfolgreich, was die Sicherheit und Organisation betrifft das gibt uns Glaubwürdigkeit gegenüber der schottischen und britischen Regierung. Bei einer erneuten Veranstaltung dieser Dimension kommen sie vielleicht wieder auf Perth and Kinross zurück. Außerdem hat uns der G8-Gipfel viel Selbstvertrauen gegeben. Wenn man so eine Sache wie den G8-Gipfel gemanagt hat, weißt man, dass man auch jede andere große Veranstaltung ausrichten kann.
Welchen Tipp geben Sie den Verantwortlichen in Mecklenburg- Vorpommern?
Meine klare Botschaft an die Deutschen lautet: Mit Veranstaltungen und Werbung im Vorfeld erzielt man die Haupteffekte. Das, was die Region an den drei Gipfel-Tagen an Aufmerksamkeit von den Medien und somit von potenziellen Touristen oder Investoren bekommt, ist sehr eingeschränkt. Denn dann liegt der gesamte Fokus auf den G8-Diskussionen. Wir haben Monate vor dem Gipfel Journalisten aus aller Welt eingeladen und ihnen Perth and Kinross präsentiert. So wussten sie während des Gipfels, wo die schönen Orte sind, über die sie berichten konnten.
Gab es während des Gipfels Berichte über Perth and Kinross?
Ja, es gab Berichte in Zeitungen und im Fernsehen, in denen die Region erwähnt wurde. Allerdings nie als Hauptthema. Im Vordergrund standen immer die politischen Diskussionen der G8.
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