Prominente für friedliche Proteste
Sänger Tino Eisbrenner
lässt seinen Radiospot in
einem Rostocker Ton-
studio aufnehmen.
Foto: Böhm
Kampagne. Mit den Stimmen bekannter Per-
sönlichkeiten will die Polizei Ausschreitungen beim G8-Gipfel vorbeugen.

Von Susanne Böhm

Rostock. Der bei Neubrandenburg lebende Sänger Tino Eisbrenner ist einer der Promi-
nenten, die ihre Stimme ab heute für friedliche Demonstrationen beim G8-Gipfel in Heiligen-
damm einsetzen. Mit einer Medienkampagne will die Polizei gewalttätigen Protesten entgegen-
steuern.

Dazu hat die Sonderpolizeieinheit "Kavala" zusammen mit Mecklenburg-Vorpommerns Radiosendern, dem Nordkurier und den anderen Tageszeitungen im Land eine Präventions-
partnerschaft unter dem Motto "Protest ja - Gewalt nein!" gegründet. Dies teilte Kavala-Chef Knut Abramowski gestern in Rostock mit. Die in Radiospots gesprochenen Texte werden mit den Bildern der Sprecher zusätzlich als Anzeigen in den Zeitungen zu finden sein.

"Gewalt erzeugt immer Konflikt und im Konflikt lässt sich nichts sagen, weil keiner zuhören kann und will. Wenn du aber gehört werden willst, sag es ohne Gewalt." Mit diesen eigenen Worten will Tino Eisbrenner der Bevölkerung sein Anliegen näher bringen. "Wenn wir damit nur zehn Leute dazu bringen, keine Steine zu werfen, hat sich die Aktion schon gelohnt", sagte Tino Eisbrenner dem Nordkurier. "Die Gewalt sollte schon im Keim erstickt werden."

Weitere Prominente, die die Aktion unterstützen, sind laut Polizei unter anderen Störtebeker-Schauspieler Sascha Gluth, Hansa-Fußballer Stefan Beinlich, Literat Heinz Rudolf Kunze und Ministerpräsident Harald Ringstorff (SPD).

(Nordkurier, 09.05.2007)

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