| Staus und Stockungen erwartet |
|
| Verkehrskonzept. Die Polizei hat umfangreiche Umleitungsstrecken erarbeitet, offiziell gesperrt werden soll aber nichts. Von Mario Tumm Rostock. Autofahrer müssen sich im Zusammenhang mit dem G8-Gipfel in der gesamten ersten Juniwoche auf erhebliche Behinderungen im Großraum Rostock einstellen. Zwar hat die Polizei außer direkt in und um Heiligendamm keine Sperrungen geplant, der Vorbereitungsstab Kavala rechnet aber mit Blockaden und einem verstärkten Anreiseverkehr von Gipfelgegnern. Auch werden groß angelegte Autokontrollen bereits auf den Autobahnen 19 und 20 nicht ausgeschlossen, wie Polizeisprecher Gunnar Mächler gestern zur Vorstellung des Verkehrskonzeptes erklärte. Vorsorglich wird die Polizei Umgehungsstrecken einrichten - und das sehr großräumig. Für die A 19 sind Umleitungen ab Güs- trow/Teterow geplant, für die A 20 ab dem Kreuz Wismar und der Abfahrt Sanitz. Autofahrer müsssten dann Bundesstraßen nutzen und rund 60 Kilometer mehr in Kauf nehmen. Ein Schwerpunkt sei die Erreichbarkeit des Überseehafens und der Fährterminals. Hier sind vier Umleitungen ebenfalls ab Sanitz geplant. Dies alles wird aber nur wirksam, wenn es Blockaden durch Gipfelgegner gebe, so die Polizei. Entsprechend kurzfristig wären die Entscheidungen. Autofahrer würden dann über den Verkehrsfunk informiert werden. Erster Höhepunkt wird die Großdemonstration am 2. Juni in Rostock sein. Nach bisherigen Erkenntnissen werden 100 000 Teilnehmer erwartet, die in bis zu 1000 Bussen anreisen. Diese aneindergereiht würden 16 Kilometer lang sein, was allein die Suche nach einem Parkplatz zum Problem mache. Der Bereich auf der alten B 105 zwischen Schutower Kreuz und Abfahrt Ost ist an diesem Sonnabend für Autos komplett gesperrt, heißt es. Völlig unklar ist nach Aussagen der Polizei die Zahl der im Auto anreisenden Demonstrationsteilnehmer. Für sie sind die Parkplätze an den Straßenbahn-Endhaltestellen vorgesehen. Auf jeden Fall freigehalten werden soll eine Ost-West- Durchfahrt durch die Hansestadt. Wer aber nicht unbedingt muss, der sollte den Bereich meiden, rät Gunnar Mächler. Richtig eng wird es allerdings, wenn die Polizei bereits auf den Autobahnen Kontrollstellen einrichtet und alle Anreisenden durchsucht. Das soll aber nur bei Verdacht auf "erhebliche Straftaten" geschehen. www.polizei.mvnet.de (Nordkurier, 11.05.2007) |
|
| << zurück |