Höhere Gebühren:

An Geldautomaten wird es für viele Fremdkunden teurer

Beim Shopping mal eben Geld bei einer anderen Privatbank abheben? Das sollten Sie sich künftig lieber zwei Mal überlegen.

Augen auf bei der Wahl des Geldautomaten, denn das kann unter Umständen richtig ins Geld gehen.
Tobias Kleinschmidt Augen auf bei der Wahl des Geldautomaten, denn das kann unter Umständen richtig ins Geld gehen.

Böse Überraschung am Geldautomaten: Geldabheben an einem fremden Terminal wird teilweise deutlich teurer. Privatbanken wie die Deutsche Bank oder die Commerzbank drehen an der Gebührenschraube.

Jahrelang verlangten sie 1,95 Euro, nun müssen Verbraucher mehr zahlen, die ein Konto zum Beispiel bei einer Sparkasse oder Volksbank haben. Die Deutsche Bank und ihre Tochter Postbank kassieren seit Dienstag (1. September) 3,95 Euro. Die Commerzbank will ab Oktober 3,90 verlangen. Bei Sparkassen und Genossenschaftsbanken ist es teilweise noch teurer. Verbraucherschützer kritisieren die Entgelte generell als zu hoch. „Der Vorgang selbst kostet nicht mal einen Euro“, argumentiert Finanzexperte Frank-Christian Pauli vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv).

Die Privatbanken begründen den Schritt mit höheren Kosten und dem Aufwand für den Betrieb der Automaten. „Die Kosten sind gestiegen und wir können nicht unter dem Marktpreis bleiben“, sagt eine Commerzbank-Sprecherin. Nach Recherchen liegt die Preisspanne für Fremdabhebungen bei den Sparkassen, die den größten Marktanteil in Deutschland haben, im Schnitt bei etwa 4 bis 4,50 Euro.

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