Nicht mehr als nötig zahlen:

Der Weg zum richtigen Handytarif

Einen neuen Telefontarif für das Handy zu finden, ist nicht so einfach, da die Auswahl schier endlos ist. Vorher sollte man aber erst einmal herausfinden: Welcher Telefonier-Typ bin ich?

Telefonieren Sie gerne? Oder schreiben Sie doch lieber SMS? All das sollten Sie sich durch den Kopf gehen lassen, bevor Sie einen Handytarif aussuchen.
Andrea Warnecke Telefonieren Sie gerne? Oder schreiben Sie doch lieber SMS? All das sollten Sie sich durch den Kopf gehen lassen, bevor Sie einen Handytarif aussuchen.

Die Preise für Handytarife kennen seit Jahren nur eine Richtung: nach unten. Lagen die Minutenpreise in den 90er Jahren bei einem Euro, sind es heute nur wenige Cent. Günstig zu telefonieren, ist keine Frage des Angebots mehr. Viel problematischer ist es für Verbraucher, das passende Angebot für die eigenen Bedürfnisse zu finden. Bei 4000 Tarifen – so viele hat die Stiftung Warentest gezählt – ist das gar nicht so einfach.

Zunächst sollte man sich einen Überblick über sein Nutzungsverhalten verschaffen, rät Sarah Raymaekers vom Telekommunikationsportal „teltarif.de“. In den Einzelverbindungsnachweisen der Rechnung lässt sich ablesen, wie lange man telefoniert, wie viele SMS man schreibt und wie hoch der monatliche Datenverbrauch ist.

Prepaid oder Vertrag?

Zur Wahl stehen entweder sogenannte Prepaid-Tarife oder ein fester Vertrag. Prepaid bedeutet, dass man eine SIM-Karte kauft und im Voraus Geld darauf einzahlt. Sie sind ohne feste Laufzeit, die Gesprächsminute kostet zwischen sechs und neun Cent. Sie sind besonders für Wenigtelefonierer geeignet.

Die beliebten Flatrates gibt es als Prepaid-Version mit nur einem Monat Laufzeit oder mit Vertrag und einer Bindung zwischen einem Monat und zwei Jahren. Für einen Festbetrag kann man unbegrenzt telefonieren, SMS versenden oder Daten aus dem Internet laden. Ebenfalls weit verbreitet sind Quasi-Flatrates, also Minuten- und Volumenpakete in verschiedenen Größen. Die günstigsten Tarife kosten aktuell nicht mehr als acht Euro im Monat und beinhalten beispielsweise 300 Freiminuten oder SMS sowie 300 Megabyte Datenvolumen. Vollwertige Flatrates mit einem Datenvolumen ab einem Gigabyte gibt es laut Stiftung Warentest ab 20 Euro im Monat.

Eine gute Datenrate ist wichtig

Neben dem Tarif ist auch die Netzwahl eine wichtige Entscheidung. Je nach Anbieter gibt es große Unterschiede bei der Netzabdeckung. Vier Netzbetreiber gibt es in Deutschland: Telekom, Vodafone, O2 und E-Plus. Zwar wurde E-Plus kürzlich von O2 übernommen, noch gibt es aber unterschiedliche Tarife und getrennte Netze. Anderen Anbieter am Markt sind Töchter der Netzbetreiber oder kaufen bei ihnen Kapazitäten ein. In Ballungszentren sind alle vier Netze gut. „Auf dem flachen Land kann es aber von Vorteil sein, eins von den besser ausgebauten zu nutzen“, sagt Raymakers.

Künftig wird eine gute Datenrate immer wichtiger. Denn der mobile Datenverkehr nimmt stark zu. Laut dem Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) war er 2014 um fast die Hälfte höher als im Vorjahr. Knapp 300 Megabyte verbraucht der Durchschnittsnutzer mittlerweile im Monat. SMS hingegen verlieren an Bedeutung, stattdessen werden zunehmend Messaging-Apps genutzt.

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