Dax-Rekord:

Jetzt nicht in Hektik verfallen

Kaufen oder verkaufen? Der Dax ist im Höhenflug – und viele Verbraucher wissen nicht, ob jetzt der richtige Zeitpunkt für den Einstieg ist, oder ob sie besser sofort verkaufen.

Bulle und Glücksschwein sind derzeit an der Börse vereint.
Frank Rumpenhorst Bulle und Glücksschwein sind derzeit an der Börse vereint.

Verbraucher sollten bei dem derzeitigen Höhenflug des Dax nicht hektisch werden. Norbert Kuhn vom Deutschen Aktieninstitut (DAI) rät davon ab, aufgrund der neuesten Entwicklung unüberlegt Aktien zu kaufen oder zu verkaufen. Denn die Kurse an der Börse schwanken in jüngster Zeit stark. Auch vor dem Hintergrund der Schuldenkrise sei es noch schwerer als sonst abzuschätzen, wie die Kurse sich entwickeln werden. Kuhn empfiehlt Anlegern in jedem Fall, langfristig zu investieren.

Eine Möglichkeit dafür ist der Sparplan, mit dem Verbraucher das Problem des richtigen Einstiegszeitpunkts umgehen. Mit dem Sparplan investieren Verbraucher zum Beispiel pro Monat 100 Euro. „In billigen Zeiten bekommen sie mehr Anteile für 100 Euro, in teuren weniger“, sagt Kuhn. Über einen längeren Zeitraum hinweg gleichen sich so die Einstiegskurse aus – „Cost Average Effect“ nennt sich das in der Fachsprache.

Besser nur Teil des Betrages sofort investieren

Wer einen größeren Einmalbetrag investieren möchte, weil er zum Beispiel Geld geerbt hat, sollte die Summe ebenfalls splitten und nicht auf einmal investieren. Denn auch beim aktuellen Dax-Stand ist unsicher: Ist das der Höchstpunkt, oder geht es noch weiter hoch? Verbraucher investieren also besser nur einen Teil des Betrags sofort, den anderen Teil später.

Weil sie an der Börse auch immer Rückschläge einkalkulieren müssen, sollten Kleinanleger außerdem nicht nur bei den Einstiegszeitpunkten zu variieren, sondern auch bei den Produkten. Kuhn rät zum Prinzip der Diversifikation. Mindestens acht bis zehn unterschiedliche Titel sollte das Portfolio enthalten – am besten aus unterschiedlichen Branchen, vielleicht auch aus unterschiedlichen Ländern, sagt Kuhn.

Gut sei es außerdem, wenn die Titel aus Branchen mit verschiedenen Zyklen stammen. Die Automobilbranche sei zum Beispiel sehr konjunkturempfindlich, die Versorgerbranche weniger. So bleibt das Portfolio insgesamt ausgeglichen.

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