Online Schnäppchen machen:

Shopping-Helfer mit Schwächen

Es könnte so einfach sein: Das Lieblingsprodukt aussuchen, in die Preissuchmaschine eingeben – und garantiert nie zu viel bezahlen. Viele Preisportale können inzwischen sogar noch mehr. Bei ihrer Kernaufgabe schwächeln sie aber leider immer noch.

Schnäppchenjäger kommen dieser Tage besonders auf ihre Kosten. Viele Geschäfte haben die Preise gesenkt. Doch längst finden die Preiskämpfe auch im Internet statt.
Joel Carrett Schnäppchenjäger kommen dieser Tage besonders auf ihre Kosten. Viele Geschäfte haben die Preise gesenkt. Doch längst finden die Preiskämpfe auch im Internet statt.

Prospekte wälzen war gestern! Dank des Internets kommen Schnäppchenjäger schneller zum Ziel: Preisvergleichsportale finden in Sekunden das beste Angebot – oder versprechen das zumindest.

Inzwischen können die Shoppinghelfer sogar noch mehr, als nur den günstigsten Preis zu finden. Manche haben eingebaute Konfiguratoren, die über Kategorien wie „Preis“, „Größe“ und „Farbe“ bei der Suche nach einem passenden Produkt helfen. Andere Preisportale setzen mit Produkttests oder Tipps und Tricks für Käufer auf noch umfassendere Beratung – und gehen so mit der Zeit.

Geld verdienen die Seiten aber erst, wenn der Nutzer etwas kauft. Denn in der Regel basiert das Geschäftsmodell der Portale auf einem Vertrag mit den durchsuchten Onlineshops. Die Shops zahlen dann für jeden Klick, für jeden Kontakt oder für jeden Umsatz, den sie durch die Suchmaschine bekommen.

Diese Konstruktion sollten Verbraucher beim Preisvergleich im Netz unbedingt im Kopf behalten. Denn sie sorgt bisweilen dafür, dass die Portale nicht hundertprozentig objektiv sind. Darum sollten auch ungeduldige Schnäppchenjäger immer mindestens zwei oder drei Portale benutzen sollten. Das liegt nicht nur an der Vorzugsbehandlung mancher Shops, sondern auch an schlichten handwerklichen Fehlern. So ist der Preis, der im Portal erscheint, nicht immer der tatsächliche Endpreis. Versandkosten werden zum Beispiel manchmal nicht eingerechnet. Das sorgt dafür, dass eigentlich günstigere Angebote in der Sortierung des Portals weiter unten landen. Scrollen lohnt sich also.

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