Plagiate erkennen:

So fallen Sie nicht auf Produktfälschungen herein

Ob Küchenhilfen, teure Möbel oder professionelles Werkzeug: Manchmal gleichen sich zwei Artikel wie ein Ei dem anderen. Aber das scheint nur so. Im Handel, vor allem im Internet, sind unzählige Produktfälschungen zu finden. Was können Verbraucher tun?

Gefälscht wird inzwischen fast alles, womit sich Geld verdienen lässt. Auch Heißluftgebläse sind betroffen. Da es hier um extreme Hitze geht, kann ein Fehler schwere Folgen haben.
Aktion Plagiarius e.V Gefälscht wird inzwischen fast alles, womit sich Geld verdienen lässt. Auch Heißluftgebläse sind betroffen. Da es hier um extreme Hitze geht, kann ein Fehler schwere Folgen haben.

Bohrmaschine, Designer-Stuhl, Badarmatur: Wer sich für ein qualitativ hochwertiges Markenprodukt entscheidet, freut sich über einen Promotionspreis beim Händler. Dass so einem Schnäppchen eine Produktfälschung zugrunde liegen kann, merken viele erst, wenn zu Hause die Qualität nicht stimmt. Für Regressansprüche ist es dann häufig zu spät.

Doch was können betroffene Käufer tun? „Gewährleistungs- und Schadenersatzansprüche gegenüber dem Originalhersteller bestehen natürlich nicht“,  sagt Lennart Röer vom Aktionskreis gegen Produkt- und Markenpiraterie in Berlin. Gegen den Verkäufer der Fälschungen bestehen aber zumindest Ansprüche auf Gewährleistung. „Sie lassen sich aber schwer durchsetzen, wenn der Anbieter im Ausland sitzt oder mit falschen Adressen arbeitet.“

Im Fachhandel auf Nummer sicher

Denkbar wäre aber, dass der Verbraucher vom Verkäufer ein Originalprodukt statt der Fälschung fordert. Zudem empfiehlt Röer das Stellen einer Strafanzeige bei der Polizei, etwa wegen Betrugs. Das Internet ist der größte Vertriebskanal. Deshalb empfiehlt es sich, das Impressum der Seite anzuschauen. Sitzt die Firma nicht in EU-Staaten, hat man womöglich noch nicht einmal die Möglichkeit, das Produkt umzutauschen – geschweige denn einen Hersteller für die Produkthaftung verantwortlich zu machen.

Wer auf Nummer sicher gehen will, kauft im stationären Fachhandel. „Wer trotzdem online kauft, sollte sich auf die Seiten der großen Handelsfirmen begeben.“ Dort verkaufen seriöse Händler, gegen die man im Zweifelsfall auch Regressansprüche geltend machen kann.

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