Riester-Rente:

Sparer verschenken Geld

Wer riestert, sollte sich schlau machen, wie er staatliche Zulagen abgreifen kann. Denn viele Mittel bleiben ungenutzt.

Wer sich für einen Riester-Vertrag entschieden hat, sollte sich umfassend beraten lassen.
Jens Büttner Wer sich für einen Riester-Vertrag entschieden hat, sollte sich umfassend beraten lassen.

Millionen Sparer lassen sich nach einem Medienbericht die staatlichen Zulagen bei der Riester-Rente teilweise oder ganz entgehen. Sie zahlen entweder nichts mehr in ihren Vertrag ein oder sparen bei der geförderten Altersvorsorge nicht genug und können die staatlichen Zulagen deshalb nicht oder nur unvollständig ausschöpfen. Das zeige eine neue Auswertung der Deutschen Rentenversicherung (DRV).

Demnach belief sich Ende 2011 der Bestand an Riester-Verträgen auf 15,3 Millionen. Gefördert durch die Zulage beziehungsweise einen zusätzlichen Sonderausgabenabzug wurden nach Angaben der DRV aber nur knapp 10,9 Millionen Personen mit gut 11,4 Millionen Verträgen. Fast vier Millionen Riester-Sparer wurden also gar nicht gefördert.

Das dürfte vor allem daran liegen, dass nach Angaben des Arbeitsministeriums knapp ein Fünftel der Verträge ruhend gestellt ist. Die Sparer zahlen also nichts mehr ein. Außerdem werde ein kleiner Teil der Verträge bereits ausbezahlt. Diese würden nicht mehr gefördert. Das gelte auch für Menschen, die sich selbstständig gemacht haben. Hinzu komme, dass von denjenigen, die Zulagen beantragten, nur gut die Hälfte die volle Grundzulage erhielten.

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